DS Allen

DS Allen DS Allen | B&W Photographer Fine art photographer for over 40 years. Jahrgang 1961 absolviert DS Allen seine ersten Schritte in der Fotografie mit 7 Jahren.

Er bekommt von seinem Vater, Brian Allen, eine Kamera geschenkt: eine EXAKTA; die beste Spiegelreflex System Kamera aus der DDR. Damit entstehen die ersten Fotografien mit der Perspektive eines Kindes, dem alles groß erscheint nach oben. Dieser Blick hat er bis heute in seiner Komposition beibehalten und das macht es einzigartig. Seit Ende der 60er widmet DS Allen der Fotografie sein Leben. Sein V

ater war ein Profifotograf der klassischen Schule und hat 1971, das liefert die Familienchronik, mit dem sehr bekannten amerikanischen Fotograf Anselm Adams gesprochen. 1972 gründet Brian Allen die erste private Fotoschule in England und lehrte dort über viele Jahre die Grundprinzipien der Fotografie. Zwischen 79 und 84 studiert DS Allen im Polytechnic of Central London was später University of Westminster umbenannt wird. In dieser Schule für Fotografie studiert er die Zusammenhänge von Foto und Text, die Theorien von Marx, Lacan, Foucault und Barthes mit Viktor Burgin als Lehrer. Am Wochenende machte er seine eigenen fotografischen Arbeiten, assistierte und gab Kurse (das seit er 14 war) in der Fotografie Schule des Vaters.In London besucht er sehr regelmäßig die Photographers Gallery die ein breites Spektrum an internationalen Fotografen zeigt. Eine entscheidende Ausstellung war für Ihm 1986 „Lee Friedlander“ und seine sozialen Landschaften im Londoner Institute of Contemporary Arts wo er sehr viele Male in der Ausstellung war und dort wichtige Kontakte knüpfte unter anderem mit Peter Turner Chief Editor der legendären Zeitschrift „Creative Camera“. Im Londoner Stadtteil Bermondsey in der Nähe der Tower Bridge ist DS Allen seit den 80er Jahre Teil einer Künstlergruppe die zwei kommunale Galerien ins Leben gerufen hat und sich seit fast 40 Jahren zu einem wichtigen, integrativen und internationalen Kunst-Ort entwickelt hat. Dort werden Malerei, Fotografie, Skulpturen, Video und Performativen Arbeiten die sonst kaum eine Chance hätten gezeigt zu werden präsentiert. Bis heute arbeitet er für diesen Ort. Seit den 90er Jahre ist er regelmäßig immer wieder in Berlin gewesen und lebt seit 2010 in Prenzlauer Berg. DS Allen basiert seine Kompositionen auf die Prinzipien des Konstruktivismus: „Jeder seine Wirklichkeit“. Auch die Art und Weise wie er die Bilder findet basiert auf einem besonderem Muster nämlich dem der „Psychogeografie“ - eine Methode des Gehens und der Stadterkundung, in der man sich treiben lässt, sich der Umgebung aussetzt, sie beobachtet und darüber objektive Erkenntnisse zu gewinnen versucht. … Das Gehen der Psychogeografen bringt somit die verborgenen Logiken einer Stadt zum Vorschein. DS Allens Fotoserie kartografiert seine Eindrücke von der Stadt, ohne eine klare Kontextualisierung oder Bezugnahme auf das populäre Bildrepertoire, für das Berlin bekannt ist. Die Berlin-Fotografien von DS Allen offenbaren seine Fähigkeit, das Gewöhnliche in faszinierende Bilderrätsel zu verwandeln. … Es geht um etwas anderes, um ein Lebensgefühl, das von einem schöpferischen Prinzip durchdrungen ist. In der Tat geht es DS Allen nicht wie den meisten Stadt-, Architektur- oder Dokumentarische-Fotografen darum die Bauten, die
Stadt und ihre Entwicklung eindrucksvoll zu dokumentieren. Er sucht in seinen Bildern die Zusammenführung, das Zusammenspiel sich ergänzende oder konfrontierende Formen, Strukturen, Oberflächen und Spiegelungen. Er sucht nicht das große Monument sondern das besondere Detail, das wiederkehrende Muster oder die mal spielerische, mal untermauernde, festigende kompositorische Ergänzung das Ihn zu Gestaltung und Komposition animiert. Wenn er das Motiv erkannt hat und eingefangen hat weiß er schon,
wie sein Bild am Ende aussehen wird. Wie der geübte Drechsler aus dem Ast eine Figur, eine gewünschte Form, spürt, erkennt, erhofft und herausarbeitet. Es geht Ihm, meine ich, selbstverständlich ums Fotografieren aber auch um einen Gestus mit einer gewissen Haltung. Seine Fotografie ist dadurch nicht nur wiedererkennbar, sondern auch recht einzigartig. Das schaffen nur ganz wenige Künstler. Ausgewählter Text aus der Laudatio von Marc Barbey (Collection Regard) anlässlich der Ausstellungseröffnung von Allens großer Ausstellung „Mapping My Manor“, Galerie Solitaire, Berlin, 2. Februar - 25. Mai 2024.

Adresse

Berlin
10435

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