07/07/2026
48 Stunden Neukölln Zusammenfassung Tag 1 ✨
Neukölln hat sich wieder in ein Labyrinth aus offenen Ateliers, Ausstellungsräumen und unerwarteten Begegnungen verwandelt. Und mein klarer Favorit des Tages: Studio Ariane Kipp.
Ihre Arbeiten haben mich richtig gepackt, dazu lief in einem anderen Raum eine Videoarbeit von Vera Leisibach, „Kaleidoskop“, die mich noch länger beschäftigen wird: Pflanzen-, Insekten- und Pilzstrukturen verdichten sich zu ornamentalen, fast künstlich überreizten Bildräumen, begleitet von Vogelgesang – beruhigend und zugleich fragil. Die kaleidoskopartigen Bewegungen lösen jede Orientierung auf, oben/unten, nah/fern verschwimmen. Und unter der schönen Oberfläche bleibt diese leise, unbequeme Frage: Ist das, was wir sehen, noch lebendig, oder schon Echo des Verschwindens?
Genau die Art von Kunst, die ich liebe: keine Entlastung, sondern ein Hineinspüren in ökologische und politische Prozesse. Zwischen Schönheit, Überforderung und Zerfall.
Morgen geht’s weiter mit Tag 2 🖤 Wer war denn auch zu unterwegs?