29/06/2026
Die Kraft der Natur sollte man niemals unterschätzen. Auch wenn wir dies schon wussten, ist es dennoch eine Erkenntnis die wir aus
dem Urlaub in Dänemark mitgenommen haben. Dazu lieber immer zu vorsichtig als zu unvorsichtig.
Am Samstag änderte sich das Wetter an der Ostsee so schlagartig. Erst deuteten sich von weitem ein paar Wolken an und
wenige Minuten stand vor uns über dem Wasser eine unfassbar gewaltige und gleichzeitig faszinierende Wolkenformation.
Die Faszination wich mit aufkommendem Wind plötzlich einem unguten Gefühl. Schnell wurden die anscheinend nötigen
Dinge getan. Markise gesichert, Kleinigkeiten weggeräumt um nur wenige Augenblicke später festzustellen, das dies bei weitem nicht ausreichend würde.
Ein Sturm kam auf, der alle Camper kaum vorbereitet traf. Extreme Windböen, Donner, Hagel … Alle versuchten zu sichern und zu retten was möglich war.
Wir selber schafften es kaum das Aufstelldach und die Markise einzufahren. Nur mit Hilfe anderer Camper gelang es uns gegen den Sturm anzukommen.
Kaum hatten wir das nötigste geschafft sahen wir andere Camper mit dem Sturm kämpfen. Ein holländisches Pärchen kämpfte gegen den Sturm um
ihr Zelt das jeden Moment drohte fortgeweht zu werden. Wir eilten zur Hilfe und für fast eine halbe Stunde kämpften wir gemeinsam gegen den Sturm.
Auch andere Camper konnte man beobachten wir sie sich gegenseitig zu Hilfe eilten.
Plötzlich war dann alles vorbei. Ruhe kehrte ein, der Sturm legte sich. Zum Glück ist niemandem etwas passiert. Ein paar verbogene Stangen, ein paar Löcher,
verwehte Dinge.
War man zuvor nur durch das gemeinsame Nutzen des Campingplatzes verbunden und freundliches Grüßen, so war man plötzlich eine Gemeinschaft.
Verbunden durch die gegenseitige Unterstützung und das Erlebte. Wenn es darauf ankommt, halten die Menschen, egal woher sie kommen, dann doch zusammen.
Ein gutes Gefühl!
Die Kraft der Natur wirkt halt in vielerlei Hinsicht.