16/08/2026
Südnorwegen 2026 Reisebericht Teil 3
Vom Campingplatz Strynsvatn fuhren wir weiter in Richtung Insel Runde, Ende Juli sollte gerade noch passend sein zur Papageientaucher-Beobachtung. Es regnete immer noch kräftig, aber für den Abend war Wetterbesserung vorhergesagt - wir hofften, das der Wetterbericht stimmt.
Die Anfahrt zur Insel Runde war landschaftlich sehr schön. Nachdem wir die einspurige Brücke überstanden hatten, ging es direkt weiter bis zum Campingplatz. Der Inhaber bittet darum, erst ab 13 Uhr anzureisen, damit es nicht zu An-/Abreisechaos auf den schmalen Strassen kommt. Das macht durchaus Sinn... allerdings hält sich natürlich kaum jemand daran, weil jeder einen (guten) Platz bekommen möchte. Wir waren auch etwas zu früh dran und kamen um 12:30 Uhr am Campingplatz an. Dort war schon durchaus hektisches Treiben, der Inhaber (der übrigens sehr gut Deutsch spricht) sortierte und delegierte die ankommende Wohnmobil-Welle jedoch sehr effizient. Wir hatten Glück und ergatterten einen der beiden letzten Plätze direkt an der Mauer zum Meer. Im weiteren Verlauf des Tages füllte sich der Platz immer weiter, es wurden überall noch Plätze geschaffen. Im Normalfall sollte hier jeder einen Platz bekommen - vielleicht keinen besonders schönen, aber der Besitzer versucht wirklich, alles möglich zu machen.
Die Papageientaucher (Englisch "puffins") kehren normalerweise abends zurück vom Meer zu ihren Bruthöhlen, wir machten uns daher gegen 19:00 Uhr auf den Weg. Der entpuppte sich als ordentlich anstrengend, vor allem im ersten Teil geht es sehr steil bergauf. Wir brauchten ein paar Pausen und waren gegen 20 Uhr oben an den Klippen. Der Wetterbericht stimmte zum Glück und es klarte etwas auf. Ich sah auch auch direkt die ersten puffins und zückte sofort die Kamera. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Vögel zurück zu den Felsen (auch Tordalken), ein tolles Schauspiel! Wir blieben ca. 1,5 Stunden dort oben und ich machte um die 900 Fotos, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Campingplatz machten. Der Aufstieg hatte sich auf jeden Fall gelohnt! Wir genehmigten uns noch ein Radler und ein Glas Wein und gingen dann erschöpft ins Bett.