10/09/2026
Fast jede Frau, die zu mir ins Shooting kommt, führt beruflich andere Menschen.
Als Coachin, Therapeutin, Beraterin oder Mentorin trägt sie täglich Verantwortung, hält Prozesse zusammen, trifft Entscheidungen für andere.
Im Shooting drehe ich das um, aber anders, als man vielleicht denkt. Ich gebe keine strengen Posen vor und sage nicht bei jedem Schritt, was als nächstes passiert. Ich gebe einen Rahmen, eine Bewegung, einen Moment, und lasse zu, was sich daraus entwickelt. Genau das ist für viele meiner Kundinnen ungewohnt. Sie müssen nicht mehr performen oder alles im Griff haben. Sie dürfen sich auf etwas einlassen, das noch nicht feststeht. Manche merken erst dabei, wie lange sie sich das nicht mehr erlaubt haben.
Die Bilder werden dann anders. Ruhiger. Echter. Weil du für ein paar Stunden nicht die sein musst, die alles steuert.
Wann hast du dich zuletzt auf etwas eingelassen, ohne selbst zu bestimmen, wie es ausgeht?
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