Jasmin Piehler Photographie

Jasmin Piehler Photographie Fotografie ist für mich Entspannung, das Motiv steht im Mittelpunkt und die Welt ist für einen Moment still

09/09/2026

Du brauchst keinen teuren, stockdunklen Filter, um magisches Wasser zu fotografieren. Oft reicht schon ein Bruchteil einer Sekunde.

​Wer das Meer fotografiert, will meistens die Energie spüren, nicht ein flaches Wattebecken. Und diese Energie steckt im Rückstrom der Wellen.

​Mein Mini-Guide für deine Kamera-Einstellungen am Strand:

- ​Modus M oder Tv/S: Wähle die Zeit manuell vor.

- ​0,4 Sekunden: Wenn die Welle über die Steine zurückweicht (Auslöser genau im Rückfluss drücken!)

- ​Blende f/8 bis f/11: Für maximale Randschärfe

- ISO 100: Hält das Rauschen fern

​Filter: Meist reicht ein simpler Polfilter aus, um Spiegelungen zu nehmen und die Zeit leicht zu verlängern.

Probier es bei der nächsten Brandung aus – der Unterschied in der Bildwirkung ist riesig.

​Hast du schon mal mit Zeiten unter einer Sekunde am Meer experimentiert?

09/09/2026

Wir haben alle gelernt: Langzeitbelichtung am Meer = ND1000 drauf und möglichst viele Sekunden belichten. Aber genau das ruiniert oft das stärkste Element im Bild.

​Sobald du das Wasser komplett zu Nebel glättest, verliert das Foto seine Richtung, seine Kraft und den Kontrast zu den nassen Felsen. Es wirkt statisch statt lebendig.

​Wie du stattdessen echte Dynamik ins Bild holst:
- 0,3–0,5s: Der Sweet Spot für abfließendes Wasser. Die Gischt bleibt als feine, gezogene Linie sichtbar.

-​1–2s: Bringt weiche Bewegung rein, ohne die Textur des Meeres komplett aufzulösen.

-​Länger als 10s: Nutze ich fast nur noch bei absoluter Flaute oder minimalistischen Nebel-Kompositionen.
​Speicher dir den Beitrag für deinen nächsten Trip ans Wasser ab – und teste beim nächsten Mal ganz bewusst kürzere Zeiten.

Gehörst du ins Team „glatte Nebelsuppe“ oder Team „lebendige Gischt“?

09/09/2026

Wenn du automatisch den ND1000 draufschraubst, nimmst du dem Meer oft seine Seele: Die Gischtlinie

​30 Sekunden verwandeln brandende Wellen in eine gleichförmige Nebelsuppe. Das kann mal passen, aber echte Dynamik entsteht dort, wo das Auge die Fließbewegung noch nachverfolgen kann.

​Meine Richtwerte für lebendiges Wasser:
- ​0,3 bis 0,5 Sek: Wenn die Welle bricht und zurück ins Meer fließt. Behält die scharfen Linien und weiße Gischtstrukturen.

- 1 bis 2 Sek: Perfekt für Felsen im Brandungsbereich. Weich, aber noch mit klaren Richtungslinien.

- ​Ab 10 Sek: Nur wenn du wirklich absolute, meditative Stille und spiegelglatte Flächen willst.

​Pro-Tipp: Geh lieber auf Blende 8–11 und nutze maximal einen Polfilter oder schwachen ND8/ND16, anstatt das Bild mit Gewalt flachzubügeln.

​Welche Verschlusszeit nutzt du am liebsten am Meer: glattgebügelt oder mit Gischtstruktur?

Gelingen dir Langzeitbelichtungen?

500 Bilder auf der Speicherkarte und kein einziges berührt. Sie gingen einfach unter in der eigenen Bilderflut. Jahrelan...
07/09/2026

500 Bilder auf der Speicherkarte und kein einziges berührt. Sie gingen einfach unter in der eigenen Bilderflut. Jahrelang war genau das meine Realität am Wasser.

​Ich war zwar physisch da, habe die Natur aber nur durch ein winziges Sucherglas und mit Dauerfeuer wahrgenommen. Das Sortieren am Rechner war jedes Mal purer Frust.

​Heute mache ich an einem ganzen Abend vielleicht 30 Aufnahmen. Davon landen mal drei, mal fünf in der Bearbeitung, aber jedes einzelne erzählt eine echte Geschichte. Und lässt mich wieder etwas spüren.

​Wie geht es dir beim Fotografieren: Eher noch Team „lieber zu viel als zu wenig“ oder schon voll im entschleunigten Modus?

03/09/2026

Hinter den Kulissen war es in den letzten Tagen laut. Umso wichtiger ist es mir, wieder an den Ort zurückzukehren, an dem alles still wird.

​Wasser bewertet nicht. Es erklärt sich nicht. Es fließt einfach.

​Wenn dein Kopf heute voll ist oder der Tag an deinen Kräften zehrt: Nimm dir diese paar Sekunden. Schultern lockern, ausatmen.



Was braucht dein Kopf heute am meisten?

„Einfach löschen.“ stand da plötzlich unter meinem letzten Beitrag. Kein Kontext, keine Erklärung.​Als mein Post vor ein...
01/09/2026

„Einfach löschen.“ stand da plötzlich unter meinem letzten Beitrag. Kein Kontext, keine Erklärung.

​Als mein Post vor ein paar Tagen so viele neue Menschen erreicht hat, war ich vor allem überwältigt von den unglaublich vielen lieben, bestärkenden Worten. Ich habe mich über jeden einzelnen Kommentar und die vielen neuen Gesichter hier riesig gefreut 🤍

​Gleichzeitig mischte sich in die Freude auch dieses leise, mulmige Gefühl: Denn je größer die Runde wird, desto höher ist das Risiko, dass jemand ungefiltert Frust ablädt.

​Ein einzelner kurzer Satz hat gereicht, um kurz meinen Puls hochzujagen. Doch eine einzige, ruhige Nachfrage hat genügt, damit der Kommentar kurz drauf vom Verfasser selbst wieder entfernt wurde (Schade eigentlich, ich hätte gerne mit einem Reel geantwortet 🤪).

​Das hat mir einmal mehr gezeigt: Es braucht Mut, sich ehrlich und verletzlich zu zeigen. Ungefragte Kritik im Vorbeigehen abzuladen, braucht dagegen nur Sekunden.

​Ich verstecke meine Gedanken und meine Bilder nicht mehr. Dieser Raum bleibt ein Ort für Entschleunigung, echten Austausch auf Augenhöhe und leise Momente am Wasser 🌊 Hater sind hier nicht willkommen 🙃

Die ganze Geschichte gibt's im Karussell



​Wie gehst du mit Gegenwind oder ungefragten Meinungen auf Social Media um, nimmst du dir so etwas noch lange zu Herzen oder schaffst du es, es einfach weiterziehen zu lassen?

Nach über einem Jahr Pause hatte ich ehrlicherweise ganz schön Respekt vor dem Wiedereinstieg. Und es war auch nicht der...
30/08/2026

Nach über einem Jahr Pause hatte ich ehrlicherweise ganz schön Respekt vor dem Wiedereinstieg. Und es war auch nicht der erste Versuch 🫣

​Ich hatte aufgehört, meine Bilder zu teilen, weil Instagram sich nicht mehr nach Freude angefühlt hat, sondern nach endlosem „Müssen“: Dranbleiben, regelmäßig Posten, den Algorithmus bedienen. Wenn sich dann noch der Vergleichsdruck mit anderen einschleicht, verliert man ganz schnell die Leichtigkeit.

​Als ich diese Gedanken vor Kurzem hier geteilt habe, war eure Resonanz einfach überwältigend. So viele von euch haben mich bestärkt und geschrieben, dass sie genau dieses Gefühl kennen. Und es erfolgreich managen, bzw. Überwunden haben.

​Natürlich brauche ich diesen Kanal auch als kleinen Antrieb, um Bearbeitungen abzuschließen und meine Bilder zu zeigen, das motiviert sehr und gibt kreative Energie. Aber die letzten Wochen haben mir vor allem eines bewiesen: Es geht nicht um Perfektion oder Pflichten, sondern um echte Verbindung mit Gleichgesinnten, die die Ruhe und den Ausgleich in der Natur und Fotografie schätzen.

​Danke für eure offenen Worte, die lieben Nachrichten und diesen positiven Support. Das hat mir den Wiedereinstieg so viel leichter gemacht ❤️

​Kennst du diesen Punkt, an dem sich eine kreative Leidenschaft eher wie ein Zwang anfühlt? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

29/08/2026

Es gibt Tage, an denen die Welt einfach viel zu laut ist.

​Wie oft rennen wir durch den Tag, reagieren nur noch auf Benachrichtigungen und merken gar nicht, wie voll der Kopf eigentlich ist?

​Manchmal reicht ein einziger Moment draußen, an dem man einfach nur da sitzt, dem Wind oder den Wellen zuhört und nichts produzieren, beweisen oder abarbeiten muss.

​Betrachte das hier als deine offizielle Erlaubnis, heute kurz die Pausentaste zu drücken.

​Wie schaltest du am schnellsten ab, wenn der Alltag zu laut wird?

​ landschaftsfotografie

Fällt dir was Abschalten in Alltag leicht?

26/08/2026

Die ungeschminkte Wahrheit hinter dieser Reise: Ich bin mit absolut null Akku in diesen Urlaub gestartet.

​Erschöpft, Kopf voll und der Körper hat mir schon vor der Abfahrt deutlich signalisiert: Es geht nicht mehr. Wer mich kennt, weiß: Normalerweise fällt es mir schwer, im Urlaub wirklich abzuschalten, und ich mache alles Mögliche nebenbei.

​Diesmal ging einfach gar nichts mehr. Mein Körper hat die Notbremse gezogen und mich auf absolutes Schneckentempo gedrosselt.

​Und genau da ist etwas Wichtiges passiert: Weil ich keine Energie für viele Spots am Tag hatte, saß ich stundenlang einfach nur an einem einzigen Ort. Ich hatte eine Woche Traumwetter, strahlender Sonnenschein! Nicht gerade das Lieblingswetter für Fotograf:innen. Also habe ich hauptsächlich die Abende genutzt, habe die Drohne 50 Meter hochfliegen lassen, statt Klippen zu jagen. Habe dem Meer zugeschaut, statt To-dos zu wälzen.

​Manchmal braucht es diesen radikalen Reset, um zu lernen, einfach mal nur da zu sein.







​Kennst du dieses Gefühl, wenn der Urlaub genau in der Sekunde kommt, in der gar nichts mehr geht? 👇

25/08/2026

Die spektakulärste Location der Normandie war der erste Spot, den ich wieder verlassen habe.

​An Tag 1 bin ich nachmittags zu einem der bekanntesten Klippenabschnitte gefahren, bewusst ohne Kamera, um die Location auf mich wirken zu lassen und Licht sowie Gezeiten für den Sonnenuntergang zu planen.

​Die Kulisse war atemberaubend, aber der Parkplatz war voll, ich musste weit zum Spot laufen und überall an den Klippen waren Leute ohne Ende, "Lemminge" nenne ich das gerne.

​Klar: Menschen kann man später aus dem Bild stempeln. Aber für mich geht es beim Fotografieren um etwas ganz anderes:

​Kreativer Flow: Ich brauche Stille, um mich auf Kompositionen, Lichtkanten und feine Details einzulassen. Wenn ständig jemand durchs Bild läuft oder Smalltalk sucht, reißt das den Kopf komplett aus dem Fokus.

​Reizarme Atmosphäre: Wenn 50 Leute um mich herum hektisch rumlaufen, wird aus Entspannung ganz schnell Druck.

​Kopf frei für das Motiv: Ich möchte meinen Fotorucksack auch mal ein paar Meter abseits ins Gras legen können, ohne ständig mit einem halben Auge das Equipment bewachen zu müssen.

​Am Ende bin ich für den Sonnenuntergang an einen unscheinbaren, stillen Küstenabschnitt ausgewichen. Kein bekannter Instagram-Spot, keine Menschenmassen, dafür drei Stunden pures Licht und der Raum, die Atmosphäre wirklich zu greifen. Gerade im Urlaub fahre ich gerne früher zum Spot, spaziere ein bisschen oder lese vielleicht noch eine Stunde ein Buch und genieße einfach die Atmosphäre.

​Genau das macht für mich gute Landschaftsfotografie aus: Weniger Schauplätze, mehr Verweilen & Ruhe.

​Wie handhabst du das auf Reisen?

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Brauchst du Ruhe für deinen kreativen Flow?

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