14/01/2026
Samstag, 3. Januar 2026, 14 Uhr:
Mein Handy klingelte, es war Ueli. Beinahe immer, wenn Ueli mich anrief, wusste ich: Da liegt etwas in der Luft!
«Hättest du morgen spontan Zeit? Pädu von Kaenel und ich haben da ein paar Ideen, die wir schon lange auf dem Schwarzeis der Engadiner Seen umsetzen möchten. Heute waren die Ersten mit Schlittschuhen auf dem Eis. Wir müssen schnell handeln, denn wir möchten unberührtes Eis für unsere Aufnahmen», sagte Ueli mit euphorischer Stimme.
Ich zögerte keine Sekunde. Aus Erfahrung wusste ich: Wenn Ueli mich zum Fotografieren anfragte, waren einzigartige Bilder und ein unvergesslicher Tag garantiert.
«Cool, bist du dabei! Wir holen dich um 19 Uhr in Rapperswil ab.» Gegen 22 Uhr erreichten wir unser Ziel. Vor uns spiegelten sich die Engadiner Seen im Mondlicht; magisch.
«Lass uns noch ein paar Aufnahmen im Mondlicht auf dem Eis machen, Mäge! Bist du dabei?»
Natürlich war ich das. Und so tummelten wir uns rund eine Stunde lang wie kleine Jungs auf dem Eis – mit Schlittschuhen, Wing, Kamera und Blitz.
Am Sonntag erwartete uns ein prachtvoller Tag! Wir harmonierten wie immer top. Und wie jedes Mal, wenn ich mit Ueli unterwegs war, war es eine perfekte Mischung aus Spass und Professionalität. Wir konnten unsere Passion voll ausleben – Ueli und Pädu mit ihren Spielzeugen, ich mit meiner Kamera. Schöner hätte der Tag nicht sein können…
Ueli, du hast mein Leben – und mein fotografisches Wirken – geprägt wie kein anderer. Du warst ein Vorreiter, eine Inspiration und auch menschlich ein Vorbild für mich und die Actionsport-Szene. Danke für jedes einzelne Bild, danke für jeden Moment mit dir!
Meine Gedanken sind bei deiner Familie.
1: Fotografisches Spiel mit Blitz und längerer Belichtung im Mondlicht auf dem Silsersee.
2: Ueli war ein Meister, wenn es um die perfekte Verschmelzung von Action und Landschaft ging.
3: Ueli gleitet über glasklares, unberührtes Eis – pure Magie!
4: Mein letztes Bild von Ueli: Blick gegen Maloja, Sonnenuntergang 16:28 Uhr.