06/06/2026
„Uf de Wissbadbrogg“
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Die ersten Sonnenstrahlen brechen über dem Hohen Kasten, tauchen seine Flanken in ein warmes Licht. Ein leiser Morgenhauch streicht über die Weissbadbrücke, als würde die Natur selbst den Atem anhalten. Dann erklingt das erste Schellen 🔔🔔🔔, tief und voll, wie ein Herzschlag, der den Tag eröffnet.
Langsam zieht der Alpaufzug heran. Vorneweg der Gässbueb mit seinen schneeweissen Ziegen, gefolgt von den 3 Schellenkühen, jede ein stolzer Teil einer Tradition, die älter ist als die Brücke, älter als die Strasse, vielleicht sogar älter als die Geschichten, die man sich hier erzählt.
Die Weissbadbrücke wird zum Tor in eine andere Zeit. Und für einen Moment scheint es, als würde die ganze Landschaft lauschen: den Glocken, den Rufen, dem leisen Murmeln des Baches darunter.
Im Hintergrund wacht der Hohe Kasten, majestätisch und still, wie ein alter Freund, der über all die Jahre hinweg dieselben Wege, dieselben Menschen, dieselben Rituale begleitet hat. Sein Schatten fällt lang über das Tal, doch in diesem Moment wirkt er nicht kühl, sondern schützend. Als würde er sagen: Ihr gehört hierher.
Und während der Zug weiterzieht, hinauf zur Alp, bleibt auf der Brücke ein Gefühl zurück, das man nicht festhalten kann, aber auch nie vergisst: eine Mischung aus Heimat, Stolz und einer tiefen, stillen Dankbarkeit dafür, Teil dieses Augenblicks gewesen zu sein.
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Bilder folgen ☺️