Sandsackfotografie

Sandsackfotografie Hochzeitsfotografie, Partnershooting, Babybauch- und Babyshooting, Kinder- und Familienfotografie in Augsburg und Umgebung.

Fotografie lässt sich nicht allein als technische Bildproduktion verstehen, sondern immer auch als soziale Praxis, die a...
29/06/2026

Fotografie lässt sich nicht allein als technische Bildproduktion verstehen, sondern immer auch als soziale Praxis, die auf relationalen Strukturen von Vertrauen, Kooperation und Vulnerabilität basiert. Jeder fotografische Akt ist in ein Gefüge wechselseitiger Erwartungen eingebettet: zwischen Fotografierenden, Fotografierten und den späteren Betrachter:innen. In diesem Gefüge fungiert Vertrauen als zentrale Bedingung. Wer sich fotografieren lässt, setzt voraus, dass die eigene Darstellung nicht beliebig, sondern in einer bestimmten Form verantwortungsvoll hergestellt und zirkuliert wird. Fotografie produziert damit nicht nur Bilder, sondern soziale Beziehungen. Sie organisiert Sichtbarkeit, verteilt Anerkennung und erzeugt zugleich Abhängigkeiten. Denn mit jedem Bild wird ein Teil des eigenen Selbst der Interpretation und Aneignung durch andere überlassen. Als soziale Praxis ist Fotografie daher immer auch riskant: Sie beruht auf der Bereitschaft, Kontrolle partiell abzugeben und das eigene Wohlergehen an die Handlungen anderer zu koppeln. Vertrauen ist hier also Teil eines kulturell regulierten Spiels von Anerkennung und Repräsentation. Genau in dieser Spannung zwischen Vertrauen, Risiko und Repräsentation wird ihre gesellschaftliche Bedeutung sichtbar. Fotografische Praxis ist somit nie neutral, sie ist immer ein Aushandlungsraum von Macht, Nähe und sozialer Verantwortung.


Wie entsteht ein „Wir“?Vielleicht genau hier. Zwischen Generationen. Zwischen Geschichten, die weitergegeben werden. Zwi...
24/06/2026

Wie entsteht ein „Wir“?
Vielleicht genau hier. Zwischen Generationen. Zwischen Geschichten, die weitergegeben werden. Zwischen Berührungen, Blicken und dem, was unausgesprochen bleibt.
Mich berühren Mehrgenerationenbilder immer wieder, weil sie sichtbar machen, dass Familie nie nur aus dem Jetzt besteht. Sie ist Erinnerung, Weitergabe, Fürsorge und oft auch Widerspruch. In ihr tragen wir Vergangenes weiter – bewusst und unbewusst. Als Fotografin interessiert mich dabei nicht nur, wer auf einem Bild ist, sondern was zwischen ihnen entsteht. Welche Beziehungen werden sichtbar? Welche Geschichte wird weitergetragen? Welche Rollen, welche Nähe, welche Spuren von Fürsorge? Care-Arbeit, Verbundenheit und Zugehörigkeit sind keine abstrakten Begriffe. Sie zeigen sich oft in kleinen Gesten. Und vielleicht ist Fotografie genau deshalb so wertvoll: nicht weil sie Momente konserviert, sondern weil sie Beziehungen sichtbar macht. Ich glaube nicht an das einzelne Bild. Ich glaube an ihre Verbindung.




KRISTALLISIERTE WAHRHEIT - Eine Anti-Anti Mythologisierung der polnischen Geschichte. Was bleibt, sind Fragmente. Stimme...
22/06/2026

KRISTALLISIERTE WAHRHEIT - Eine Anti-Anti Mythologisierung der polnischen Geschichte.

Was bleibt, sind Fragmente. Stimmen. Körper. Fragen.
Danke an alle, die diesen Raum betreten, sich auf Widersprüche eingelassen und mit uns Erinnerung, Geschichte und ihre Brüche ausgehalten haben.
Diese Ausstellung war für uns nie der Versuch, Wahrheit festzuhalten, sondern sie in ihrer Fragilität sichtbar zu machen — zwischen familiären Erzählungen, politischer Geschichte, Mythos und Tatsachen. Danke an die beste CREW, die diesen Raum mit ihren Texten, Theorien, Stimmen und Tänzen getragen haben. An alle, die mit uns diskutiert, verworfen, zugehört und erzählt haben.
Und danke an alle, die geblieben sind, gefragt haben und vielleicht mit dem Gefühl gegangen sind: Ich verstehe es — und gleichzeitig nicht.
Genau dort beginnt für uns diese Arbeit.

Freie Kunst Akademie Augsburg


Melinka Parra Karrer

WIE LEBT GESCHICHTE WEITER?NICHT ALS ABGESCHLOSSENE ERZÄHLUNG, SONDERN ALS KÖRPERLICHE EINSCHREIBUNG, BILDSTÖRUNG, WIEDE...
15/06/2026

WIE LEBT GESCHICHTE WEITER?
NICHT ALS ABGESCHLOSSENE ERZÄHLUNG, SONDERN ALS KÖRPERLICHE EINSCHREIBUNG, BILDSTÖRUNG, WIEDERHOLUNG UND BLICK.
 
„KRISTALLISIERTE WAHRHEIT“ IST EINE INSTALLATIVE UND PERFORMATIVE ARBEIT ÜBER ERINNERUNG, ÜBERWACHUNG UND DIE FRAGILITÄT VON WAHRHEIT. ZWISCHEN FAMILIÄRER ERINNERUNG, MIGRANTISCHER ERFAHRUNG UND POLITISCHER GEWALT ENTSTEHT EIN FRAGMENTIERTER RAUM AUS SELBSTPORTRÄTS, VIDEOPROJEKTIONEN, KLANG, TEXT UND PERFORMANCE.
DIE ARBEIT UNTERSUCHT ERINNERUNG NICHT ALS ETWAS PRIVATES ODER AUTHENTISCHES, SONDERN ALS ETWAS GESELLSCHAFTLICH GEFORMTES, DURCHZOGEN VON BLICKEN, MACHTVERHÄLTNISSEN UND KULTURELLEN ZUSCHREIBUNGEN. STIMMEN, KÖRPER UND BILDER TRETEN AUF, WIDERSPRECHEN SICH UND ENTZIEHEN SICH EINER EINDEUTIGEN LESBARKEIT.
 
____
 
Freie Kunst Akademie Augsburg
BEI ST. URSULA 12
 
AUSSTELLUNG: 
20/06/2026 
LANGE KUNSTNACHT
19.30–22.00 UHR
 
PERFORMANCE: 
20.15 UHR (ca. 20 MINUTEN)
 
FREIER EINTRITT ZUR AUSSTELLUNG
 
BEGRENZTE PLÄTZE: 
30 PERSONEN
 
MIT:
AGATHA HEINOLD
MELINKA PARRA KARRER
CHARLOTTE KRAUS
FRANZISKA SEEFRIED
NATALIE STANCZAK
 
 
„DIES IST KEINE AUSSTELLUNG. KEIN SCHAURAUM. KEIN ABBILD. KEIN GLEICHNIS. ES IST EINE HOMMAGE AN DIE WAHRHEIT.“

DINGE, die ich verlernt habe, seit ich Fotografie als soziale Praxis und nicht nur als Dokumentation verstehe.FAMILIENFO...
08/06/2026

DINGE, die ich verlernt habe, seit ich Fotografie als soziale Praxis und nicht nur als Dokumentation verstehe.

FAMILIENFOTOGRAFIE
FAMILIENFOTOGRAFIN
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MÜNCHEN

Klarsichthüllen und Ordner
01/06/2026

Klarsichthüllen und Ordner

FLASH STUDIES I begin here: with the question of how invisible social structures become legible through their effects.Fl...
13/05/2026

FLASH STUDIES

I begin here: with the question of how invisible social structures become legible through their effects.
Flash photography works in a similar way. It interrupts perception rather than simply illuminating it. The flash produces a brief collapse of vision afterimages, reflexes, disorientation. What appears is not continuous reality, but a cut through it.
In that cut, something social becomes visible: exhaustion, tension, intimacy, distance, class, control. Not as clear truths, but as traces.
The flash does not describe the world. It exposes it for a fraction of a second and in that moment, makes invisible structures imaginable.

Ganzer Text auf meinem BLOG 🤌🏻🤌🏻

Gestern war ich mit meiner Mutter in der 2. Vorstellung von „FÜR EUCH“. Es war Muttertag. Irgendwie doch sehr aufgeladen...
11/05/2026

Gestern war ich mit meiner Mutter in der 2. Vorstellung von „FÜR EUCH“. Es war Muttertag. Irgendwie doch sehr aufgeladen. Obwohl naja … Eigentlich will ich keine Muttertagsposts mehr machen, weil längst alles gesagt ist und gleichzeitig viel zu wenig. Weil wir wissen, dass Care-Arbeit in dieser Gesellschaft noch immer mit struktureller Diskriminierung verbunden ist. Dass diese Gesellschaft auf patriarchalen Formen von Gewalt, Unsichtbarmachung und ungleicher Verteilung von Care-Arbeit aufbaut. Und deshalb versuche ich umso mehr zuzuhören. Müttern. Care-Personen. Den leisen Geschichten. Den widersprüchlichen. Auch den unbequemen. Denn wie Nicole von Horst sagt: „Die eigene Geschichte zu erzählen und die Geschichten von anderen zu hören und anzuerkennen, gehört zusammen. Es sind beides radikale Akte, die die Welt verändern. Uns sei es nur die Welt eines einzelnen Menschen.“ Und so ist auch die Geschichte von eine Erzählung über Mutterschaft. Über Elternschaft. Über Liebe, Widerstand und die stille Gewalt eines Systems. schreibt in die „ Revolution der Verbundenheit“ über die unsichtbare weibliche Narration, dass Geschichten von Frauen oft nur dann weitererzählt werden, wenn sie den patriarchalen Erwartungen entsprechen: fürsorglich, weich, angepasst, aufopfernd. Die wütenden, ambivalenten, scheiternden Frauen verschwinden dagegen aus den Familiennarrationen. Aus den Archiven. Aus dem kollektiven Gedächtnis. Vielleicht ist genau deshalb das Erzählen selbst ein widerständiger Akt. Dabei glaube ich nicht an die einzelne Geschichte. Oder das einzelne Bild. Ich glaube an ihre Verbindung. An Räume, in denen wir einander zuhören. An die Möglichkeit von Solidarität, obwohl sie brüchig bleibt. An ein „Wir“, das sich seiner Ausschlüsse bewusst ist. Und daran, dass Sichtbarkeit nicht bei Repräsentation endet, sondern dort beginnt, wo wir bereit sind, andere Erfahrungen anzuerkennen, ohne sie erst verstehen oder auf uns selbst übertragen zu müssen.

Ich will zuhören.
Vor allem dir, Mama 🫀

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