13/09/2026
Nach der bitteren Pokalniederlage gegen Kine Em wollte Grün-Weiß Ammendorf im ersten Heimspiel der Saison ein anderes Gesicht zeigen. Zu Gast war der PTSV Halle, der mit einer Niederlage in die Saison gestartet war. Die Vorzeichen versprachen ein spannendes Duell – und die Zuschauer sorgten von Beginn an für eine tolle und stimmungsvolle Atmosphäre.
Die „Raute“ legte los wie die Feuerwehr! Ammendorf war von der ersten Minute an hellwach, spielte konzentriert und druckvoll. Nach gerade einmal zehn Minuten stand bereits eine deutliche 3:0-Führung auf der Anzeigetafel. Grün-Weiß kontrollierte das Geschehen und stellte die Gäste vor große Probleme.
Der PTSV tat sich angesichts des frühen und deutlichen Rückstands schwer, ins Spiel zu finden. Zwar gelang den Gästen der Anschlusstreffer, doch auch dieser brachte zunächst keine Wende. Ammendorf blieb spielbestimmend und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Kurz vor dem Pausenpfiff machte die „Raute“ schließlich den Sack zu und erhöhte auf 4:1.
Doch bevor es in die zweite Halbzeit ging, wurde es emotional.
In einer bewegenden Ansprache wurde an ein verstorbenes Urgestein von Grün-Weiß Ammendorf erinnert. Ein Moment, der für Gänsehaut sorgte und allen Beteiligten noch einmal vor Augen führte, dass Fußball weit mehr sein kann als nur ein Ergebnis auf der Anzeigetafel.
Nach dem Wiederanpfiff kontrollierte Ammendorf weiterhin das Spiel und verwaltete die komfortable Führung. Gleichzeitig wurde der Ton auf dem Platz zunehmend rauer. Der PTSV wollte sich trotz des Rückstands nicht geschlagen geben und entwickelte nun mehr offensive Aktionen. Doch wenn die Gäste gefährlich vor das Tor kamen, war der starke Torhüter der „Raute“ zur Stelle und verhinderte einen weiteren Treffer.
Mitte der zweiten Halbzeit kam es dann leider zu unschönen Szenen und einer Rudelbildung. Die Emotionen kochten kurzzeitig über. Danach flachte die Partie merklich ab – ebenso wie die zuvor tolle Stimmung.
Grün-Weiß Ammendorf ließ sich davon jedoch nicht mehr aus der Ruhe bringen und brachte die 4:1-Führung routiniert über die Zeit.
Damit fährt die „Raute“ die ersten drei Punkte auf heimischem Platz ein und hat nach zwei Spieltagen nun sechs Punkte auf dem Konto. Der PTSV Halle hingegen wartet weiterhin auf die ersten Zähler der Saison.
Für Grün-Weiß war es am Ende nicht nur ein verdienter Heimsieg, sondern auch die gewünschte Reaktion auf die Pokalniederlage: Die „Raute“ zeigte ein anderes Gesicht – konzentriert, leidenschaftlich und vor allem erfolgreich.