18/05/2026
So. Ich habe einen Moment gebraucht mich zu sammeln, um schreiben zu können und die Bilder zu posten. Zwar hatte ich eigentlich am Samstagabend schon alle Emotionen und Gefühle durch, die man bei einem solchen Spiel und dem Resultat haben kann, aber es arbeitet natürlich weiter in einem (und tut es noch die nächsten Wochen). Ich habe mir auch wenig andere Posts/Bilder/Texte reingezogen, aus Furcht, es könne zu sehr wehtun.
Zum Spiel selbst: Ich war erstmal etwas ruhiger als die ganze Woche davor, aber natürlich trotzdem aufgeregt. Es folgte ein Wechselbad der Gefühle, wie sicherlich bei allen St. Pauli-Fans im Stadion (bei den Wolfsburger Fans wahrscheinlich auch, nur jeweils in umgekehrter Reihenfolge). Ich habe mehrfach geweint. Am meisten bei Ceesays Tor, weil da natürlich auf einmal doch wieder alles drin war. Das ganze Stadion war nochmal elektrisiert. Das ist das Fantastische am Fußball im Stadion: dieses kollektive Gefühl, zehntausende Menschen fühlen zeitgleich dasselbe, empfinden zeitgleich Hoffnung, Liebe, Freude (und halt aber auch zusammen die anderen Seiten dieser Emotionen, Hoffnungslosigkeit, Leere, Trauer).
Nach Abpfiff und ein paar weiteren Tränen, dann irgendwie im Schnelldurchlauf alle Phasen der Trauer durchlaufen um bei Akzeptanz zu landen. Letztendlich fallen wir ja nicht ins Nichts, sondern in die wohlbekannte Zweite Liga, quasi unser abgewohntes Wohnzimmer, wo wir eigentlich nicht unbedingt zurückwollten, aber das neue, luxuriösere Heim war andererseits auch nicht so gemütlich. Überall Ecken und Kanten und Stufen, wo wir uns gestoßen haben und hingefallen sind, zwei Jahre lang. Zu kurz um es zu unserem festen, neuen Heim zu machen.
Den ganzen heutigen Vormittag (wir haben Montag) hatte ich übrigens den Ohrwurm „Eine neue Ligaaaa ist wie ein neues Leeeeben!“ im Kopf (auf die Melodie von Jürgen Marcus’ „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“), und auch wenn das Lied natürlich in die andere Richtung, also Aufstieg, besser funktioniert, so passt es doch auch so rum. Apropos Lieder: Die Trostlieder-Playlist nach Abpfiff im Stadion war gut gewählt, aber es fehlte der wichtigste Song: Vicky Leandros’ „Ich liebe das Leben“. DAS HÄTTE SEIN MÜSSEN! Zwar hätte ich dann erst recht nicht mehr an mich halten können vor Weinen, aber der Kajal war eh schon verwischt und scheiß drauf.
Seit heute Nachmittag habe ich übrigens „Don't worry – be Happy“ im Kopf.
Und nun – die Bilder: