09/09/2026
Wir leben in aufgeladenen Zeiten. Die Fronten sind verhärtet. Schlechte Nachrichten sind gut fürs Geschäft. Man spricht nicht mehr miteinander, viele schreien und einige pöbeln. Man bekommt den Eindruck, es würden diejenigen gewinnen, die am lautesten und provokantesten sind, was ein Kreislauf ist, den wir mit unserem eigenen Unmut und unserer Empörung nur noch weiter befeuern. Natürlich müssen wir nicht alles hinnehmen. Doch miteinander zu sprechen und einander zuzuhören, wäre wichtiger denn je. Frag dich selbst: Hast du heute schon jemanden beleidigt? Wenn ja, hattest du unrecht, völlig egal, worum es ging. Warst du heute sachlich und besonnen? Dann hattest du zwar nicht zwingend recht, aber du hast das Nötige getan, damit der Hass nicht weiter wächst. Einige Menschen haben wir an den Hass verloren. Bei manchen von ihnen liegt es im Charakter. Sie werden wir ohnehin nicht ändern. Und nein, sie sind nicht die Mehrheit, sie sind eine laute Minderheit. Andere wurden verführt und durch unsere Fassungslosigkeit weiter in die Ecke gedrängt. Aber die Welt ist nicht so schlecht, wie man uns einreden möchte. Und es sind nicht immer die anderen schuld. Für uns alle gilt: Sei freundlich im Miteinander. Lass dich von der Negativität nicht vereinnahmen. Sag deine Meinung, aber sei sachlich und respektvoll. Leiste einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft, die wir durch unser Verhalten alle mitgestalten.
So, heute ist zwar nicht Sonntag, aber das war wohl mein Wort zum Sonntag.
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We live in tense times. Bad news is good for business. People no longer talk to one another. Many shout, and some hurl insults. One gets the impression that those who are the loudest and most provocative are winning, a cycle that we only fuel further with our own discontent and anger. Of course, we don’t have to put up with everything. But talking to one another and listening to each other is more important than ever. Ask yourself: Have you insulted anyone today? If so, you were in the wrong, no matter what the issue was. Were you objective and level-headed? Then you may not have necessarily been right, but you did what was necessary to keep the hatred from spreading further. We’ve lost some people to hatred. For some of them, it’s part of their personality. We won’t be able to change them anyway. And no, they aren’t the majority. They’re a vocal minority. Others have been led astray and pushed further into a corner by our outrage. But the world isn’t as bad as some would have us believe. There are many good things and good people. And it isn’t always the others’ fault. This applies to all of us: Be kind to one another. Don’t let negativity consume you. Speak your mind, but be objective and respectful. Make a positive contribution to the community that we all help shape through our behaviour.