09/06/2022
Perspektiven und bisschen Knigge
Hier seht ihr mal ganz gut, wie die unterschiedlichen Perspektiven aussehen können, wenn man zwei Fotografen hat. Wenn möglich steht eine vorne und einer im Gang oder im hinteren Bereich. Wir bleiben dann die meiste Zeit auf unseren Positionen um möglichst wenig Aufmerksamkeit auf uns zu lenken und bekommen doch alles mit.
Da fallen uns so viele Geschichten ein, wie unterschiedlich wir als Fotografen von den Zeremonienmeister:innen schon empfangen wurden. Meist sind diese entspannt. Wir stellen uns besonders in der Kirche immer einmal vor und besprechen kurz die Wünsche der Pastoren/-innen. Freie Redner:innen und Standesbeamt:innen sind am entspanntesten. Aber wenn man einmal gehört hat, was andere Fotografen in Kirchen schon so gebracht haben, da wundert uns nix mehr.
Grade letzten Samstag hat uns die Pastorin erzählt, dass ein Fotograf mal nen Baustrahler auf den Altar gestellt hat. Eine andere hat von einem Fotografen erzählt, der sich bei der Trauung auf den Altar gesetzt hat. AUF DEN ALTAR! Sach mal, geht's euch gut!! In einer Hamburger Kirche vor etlichen Jahren, gab es einen verschriftlichen Verhaltenskodex für Fotografen nur aufm Stativ fotografieren zu dürfen, weil da schon so viel Quatsch passiert ist. Ham wa net gemacht. Hat niemand gemerkt. Man hat uns nicht bemerkt. Das Paar war happy mit den Fotos. Und darum geht es ja in erster Linie.
Da denkt man echt, wenne dich benehmen kannst, dann kannste auch fotografieren. Stellt sich raus, sich benehmen können ist der schwierigere Part. Wer hätt's gedacht?!