Lizbeth Hundefotografie

Lizbeth Hundefotografie Für mich bedeutet die Fotografie, entscheidende Augenblicke zu sehen und entstehen zu lassen. Sie ist eine Kunst und eine Herzenssache zugleich.
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Ich suche die Besonderheiten im Alltäglichen, Aus- und Eindrücke, die erst auf einem Foto sichtbar gemacht werden und damit für immer Bedeutung erlangen. Fotografie ist für mich nicht nur Handwerk, Technik oder Wissenschaft.

Das erste Bild von den vier, auf dem alle mal in die gleiche Richtung glotzen, Hühnchen sei Dank! 😅Nela, Ori, Patch & Lu...
08/05/2026

Das erste Bild von den vier, auf dem alle mal in die gleiche Richtung glotzen, Hühnchen sei Dank! 😅

Nela, Ori, Patch & Luke ❤️

Sei einfach stillIch bin fassungslos, jedes Mal aufs Neue, wenn ich bei mir selbst oder auch bei anderen, die gerade ein...
08/05/2026

Sei einfach still

Ich bin fassungslos, jedes Mal aufs Neue, wenn ich bei mir selbst oder auch bei anderen, die gerade einen Verlust erlitten haben, mitbekomme, wie sich Menschen herausnehmen, zu beurteilen, wie wir zu trauern haben.

Dann hört man von ihnen sowas wie…

Du trauerst zu lange.
Du trauerst zu kurz.
Zu öffentlich.
Zu still.
Zu emotional.
Zu gefasst.
Du klammerst zu sehr.
Du distanzierst dich zu schnell.
Jetzt schon ein neuer Hund?
Warum noch kein neuer Hund?
Warum schaust du dir so viele Bilder von ihm an?
Warum schaust du dir keine Bilder von ihm an?
Zu wenig Tränen.
Zu viel Alltag.
Deine Trauer ist zu laut.
Dein Rückzug zu leise.
Es war doch nur ein Hund.
Sei doch froh, dass deine Angehörigen noch leben.
Das ist doch nur eine ganz normale Trauerphase. Reiß dich zusammen!
Das ist doch keine normale Trauerphase. Hol dir Hilfe!

Egal, was man macht.
Irgendwer wird dir sagen, dass deine Trauer falsch ist.
Und er wird dir ungefragt erklären, wieso.

Warum mich das so aufregt?
Weil es bedeutet, dass Menschen, die gerade einen der schlimmsten Verluste in ihrem Leben erlebt haben, anfangen, sich und ihre Trauer zu hinterfragen.
Die sich verstecken, sich schämen, sich nicht mehr trauen, ehrlich zu ihren Gefühlen zu stehen und sich fragen:
Was läuft nur falsch bei mir?
Denen das Herz gebrochen wurde, die gerade dabei sind, es mit aller Mühe zusammenzuflicken und das ungesehen von anderen.
Nicht, weil sie es so wollen, sondern weil es sonst noch schwerer ist.

Es wird heimlich geweint, hinter verschlossenen Türen oder unter der Bettdecke.
Es wird heimlich geschrien, im Auto oder im Badezimmer in ein Handtuch.
Auf die Frage, wie es einem geht, antwortet man schulterzuckend: „Mir geht’s gut!“, obwohl man innerlich zusammenbricht.
Man erzählt niemandem von dem neuen Hund, den man adoptieren möchte, erzählt nicht, wie sehr man noch leidet, wie sehr es schmerzt, wie sehr man strauchelt, wie dunkel das Loch ist, in dem man sich befindet.
Aus Sorge vor Unverständnis und vor allem Belehrungen.

Und dass man sich gezwungen sieht, all diese Gefühle mit sich selbst auszumachen, ist grausam.
Richtig, richtig grausam!

Trauer ist doch keine Disziplin, kein gesellschaftlicher Wettbewerb, bei dem man sich vor allen zur Schau stellt und von anderen bewertet werden möchte.

Anstatt anderen das Gefühl zu geben, dass es nicht richtig ist, wie sie trauern, sollte man begreifen, was es bedeutet, dass sie trauern.
Denn es heißt, es gab etwas in ihrem Leben, das ihnen so viel bedeutet hat, dass ihnen der Verlust so den Boden unter den Füßen weggezogen hat.
Ihr Herz Schaden genommen hat, ihre Seele, sie selbst.
Da steht jemand vor dir, dessen Welt zusammengebrochen ist und du belehrst ihn, dass es doch nur ein Hund war?

Wenn du nicht nachvollziehen und kein Verständnis in so einer Situation für andere aufbringen kannst, warum kannst du nicht wenigstens still sein?

Sei einfach still.

Höre hin, höre zu, höre das, was zwischen den Zeilen ist.
Erkenne an, dass da jemand ist, dem sein Herz gebrochen wurde und der nun dennoch vor dir steht und sein Leben irgendwie weiter lebt.
Der gerade dabei ist, etwas zusammenzuflicken, das jederzeit wieder aufreißen kann… und wird.
Der so stark ist, wie kaum ein anderer, dem du in der letzten Zeit begegnet bist.
Der so ein großes Glück hatte, so eine starke Liebe und Verbindung zu einer anderen Seele gespürt zu haben.
Der SEINEN Weg gehen und aus der Trauer hinaus finden wird, mit oder oder deine Meinung.
Aber dem du es auf seinem Weg ein bisschen leichter machen kannst, wenn du einfach still bist.

Sei einfach still.

Nico ❤️

„Es geht mir doch gut!“, sagt mein Kopf.„Ich brauche noch Zeit!“, sagt meine Seele.5 Wochen ist es nun her, dass wir Nic...
07/05/2026

„Es geht mir doch gut!“, sagt mein Kopf.
„Ich brauche noch Zeit!“, sagt meine Seele.

5 Wochen ist es nun her, dass wir Nico gehen lassen mussten.
5 Wochen, die wie ein Fingerschnipps vorbei gegangen sind oder wie ein Wimpernschlag oder ein Flügelschlag, was auch immer.
Auf jeden Fall gingen sie wahnsinnig schnell vorbei.
Ich weiß alles noch so genau, jeden Moment dieses Tages kann ich in meinem Kopf durchspielen und das bei meinem Hirn, das vom Grunde her siebähnliche Eigenschaften besitzt.
So, als wäre es erst gestern gewesen und dennoch fühlt es sich an, als leben wir schon ewig dieses Leben, das wir gerade führen. Ohne Nico, mit Nela.
Ich komme ganz gut mit Nicos Tod zurecht. Oder sagen wir, besser, als ich dachte. Mein Kopf weiß, es war richtig so. Alles. Der Tag, der Moment, alles, was wir noch versucht haben und alles, was wir sein lassen haben, die letzten Augenblicke mit ihm. Alles war richtig so.
Nico geht es gut jetzt, so gut. Das spüre ich. Und wenn es ihm gut geht, kann es mir nicht schlecht gehen.

Aber wenn ich doch ganz gut zurechtzukommen scheine mit Nicos Tod, wieso fühle ich mich seit 7 Wochen wie gelähmt? Warum schaffe ich es nicht, in meinen Alltag und vor allem in meine Arbeit als Hundefotografin zurückzufinden? Das frage ich mich seit Tagen und ich weiß nun, warum.

Auch, wenn mein Kopf Nicos Tod vom Grunde er annehmen kann, muss meine Seele dennoch verarbeiten, was vor und seit 7 Wochen passiert ist.
Angefangen mit der niederschmetternden Diagnose Nierenversagen, fast schon im Endstadium, obwohl Nico doch einfach nur nicht mehr so richtig fressen wollte, über zig Tierarztbesuche, das Abwägen von Behandlungsmöglichkeiten, die bleierne Schwere, die auf einem lastet, wenn man den Druck spürt, dabei bloß nicht falsch zu entscheiden, ihm bloß keine Chance zu nehmen, die 50 verschiedenen Meinungen von 60 verschiedenen Menschen zu hören und abzuwägen, welche dafür für uns tatsächlich relevant sind, damit klarzukommen, dass sich Hoffnung und Ernüchterung und Angst in einer Dauerschleife die Hand reichen, dem Hund dabei zuzusehen, wie er jeden Tag weniger wird, jeden Tag weniger er selbst ist, sich irgendwann klar zu machen, dass man ihn nun an seinen letzten Tagen begleitet, ihm zuzuschauen, wie er jeden Tag dem Tode näher kommt, ihn zu tragen, obwohl der Körper schreit, ihn zu halten, obwohl die Seele schreit, einen Termin auszumachen, an dem er sterben wird, die traurige Stimme der netten Tierarzthelferin am Telefon zu hören, die ins Telefon flüstert: „Aber Frau Heise, Sie kommen nicht alleine, das müssen Sie mir versprechen!“, den letzten Spaziergang mit ihm zu machen, seine erste und letzte Fahrt in einem Bollerwagen, das letzte Mal Zuhause gemeinsam einschlafen, das letzte Mal gemeinsam aufwachen, das letzte mal in der Sonne baden, das letzte Mal kuscheln, die letzte Autofahrt, ihn in der Praxis anmelden, den Blick einer weiteren netten Tierarzthelferin sehen, als sie hört, wer ich bin, ihr zu sagen: „Bitte, bitte schauen Sie mich nicht so an, sonst muss ich heulen!“, während ich anfange zu heulen, meinen Seelenhund eng angekuschelt umarmen, während wir im Kofferraum auf dem Parkplatz der Klinik auf den Tierarzt warten, weil wir es ihm nicht mehr zumuten wollen, in die Praxis zu müssen, dem Arzt zuzuhören, der erklärt, wie der Körper auf die Spritzen reagiert, die Nico erhalten wird und sie ihm dann verabreicht, ihm ins Ohr flüstern, was man ihm schon tausende Male gesagt hat, sehen, wie seine Muskeln zucken und gleichzeitig der Glanz aus seinen Augen verschwindet, spüren, wie sich sein Brustkorb das letzte Mal senkt, sich mit einem Handschlag vom Tierarzt verabschieden, sich bedanken, für all das, was er die letzten Jahre für Nico getan hat, mich mit einer Umarmung von meiner Mama verabschieden und mich mit einer Umarmung von Oli gemeinsam von Nico verabschieden, wie abgesprochen beim Tierbestatter anrufen und mich sagen hören: „Wir sind hier fertig und machen uns auf den Weg.“, Nico dort etwas Fell abschneiden, ihn umlagern, zudecken, ein letztes Mal umarmen und küssen und ohne ihn nach Hause fahren, wo Schwiegermama und die Jungs warten,…

Das war scheiße, alles davon. Es war schwer, so schwer, zu schwer.
Ich hatte die Kraft dafür, weil Nico keine mehr hatte und meine Kraft gebraucht hat. Weil ich für ihn da sein wollte, da sein musste. Ich war in dem Moment nicht wichtig.

Ein paar Tage schaffte ich es noch, weiter so zu funktionieren, bis der Zusammenbruch kam.
Nico ist gegangen und so gab es keinen Grund mehr für mich, noch stark zu sein.
Seitdem befinde ich mich in meinem persönlichen, emotionalen Ausnahmezustand und verstehe erst seit ein paar Tagen, dass obwohl ich weiß, dass es richtig war, Nico gehen zu lassen, diese Zeit und ihn so intensiv zu begleiten, dennoch sehr traumatisch für mich war.

Ich erhole mich erst langsam, meine Seele tut es. Mein Kopf schiebt hingegen schon wieder die übliche Panik, macht mir Vorhaltungen, weil ich mich nicht um die Wäsche kümmere, duschen für mich ein to-do auf einer Liste und keine Selbstverständlichkeit ist, ich mich so lange nicht um „Lizbeth“ gekümmert habe, er 10 Schritte weiter ist, als ich, mehr will, als ich gerade leisten kann und mir keine Ruhe lässt. Für ihn ist schließlich alles „fein“.
Ich komme nur sehr schwer hinterher und mache mir unglaublichen Druck. Kopf und Seele sind gerade nicht im Einklang und während ich der Seele zuflüstere, dass sie alle Zeit der Welt hat, um zu heilen, schreie ich in meinem Kopf, dass ich mich zusammenreißen und ab morgen endlich wieder in meinen Alltag finden werde, ganz bestimmt, versprochen! Damit er endlich mal still ist. Und das verspreche ich ihm seit Wochen jeden Tag.

Diese Welt, unsere Welt, ist verkopft, sie ist nicht gemacht für gebrochene Seelen, die Zeit zum Heilen brauchen.
Wir müssen funktionieren, zumindest sollten wir das, schaffen wir es mal nicht, spüren wir Druck, haben ein schlechtes Gewissen und fühlen uns unverstanden, selbst, wenn es gar nicht so ist.
Wir haben einen Verlust erlebt und das auf eine sehr traumatische Weise und möchten oder müssen sogar weiter machen, als hätten wir nicht gerade einen Teil von uns selbst verloren.
Diese verkopfte Welt dreht sich einfach weiter, als wäre alles, wie immer, als wären wir wie immer. Dabei stand auch mein Herz am 2. April 2026 um 17:55 Uhr für einen kurzen Moment still und als es begann, wieder zu schlagen, war nichts mehr, wie vorher, ich war nicht mehr, wie vorher.
Alles hat sich verändert. Einfach alles.

Ich schaue auf diese verkopfte Welt, die sich unerbittlich weiterdreht und versuche einen neuen Platz darin zu finden. Wieder aufzuspringen, wieder mitzulaufen, wieder Teil zu sein.
Während meine Seele mir sagt:
„Ich brauche noch Zeit!“ und mein Kopf mir sagt:
„Es geht mir doch gut!“.

Ich werde diesen neuen Platz finden und wer mir dabei gerade eine ganz große Hilfe ist, ist mein Rudel und auch Nela.
Heute Morgen hat sie sich das erste Mal ins Bett getraut und hat sich so über ihren Mut gefreut. Wir haben gekuschelt und rumgealbert.
Einen Tag, nachdem wir Nicos Diagnose erhalten hatten, hatte sie sich auf den Weg nach Deutschland zu ihrer Pflegefamilie gemacht. Niemand von uns ahnte, dass sie 5 Wochen später in unserem Bett liegen würde.

Und wenn diese Maus es schafft, einen neuen Platz in dieser, in unserer Welt, zu finden, die so ganz anders ist, als die, die sie von Spanien kannte, wenn sie es schafft, auf diese Welt aufzuspringen, mitzulaufen und ein Teil zu sein, dann schaffe ich das auch.
Unsere Seelen heilen nun gemeinsam.

Siehst du Kopf, heute habe ich es geschafft! Mit diesem Text habe ich endlich wieder einen Schritt zurück in meinen Alltag gemacht, einen Schritt näher zu meinem neuen Platz in dieser Welt.
Und morgen, morgen schaffe ich das auch, ganz bestimmt, versprochen!

Heute kam noch Nicos Pfotenabdruck bei uns an.Ich brauche das von Nico nicht! Dachte ich…Ich habe einen Abdruck aus Tint...
29/04/2026

Heute kam noch Nicos Pfotenabdruck bei uns an.
Ich brauche das von Nico nicht! Dachte ich…
Ich habe einen Abdruck aus Tinte von seiner Pfote gemacht, das reicht! Dachte ich…

Einen Tag nachdem wir Nico abgegeben hatten, habe ich den Abdruck aus Gips dann aber doch noch bestellt.

Ich liebte seine Pfoten so sehr. Sie waren lang und dürr, seine Krallen prinzipiell zu lang (trotz regelmäßigem Kürzen durch den Tierarzt) und dadurch machten sie ein unverkennbares Geräusch, wenn er über unseren Boden lief, dem Spielzeug hinterherrannte, auf den Hinterbeinen sprang, wenn es Fressen gab oder beim Treppe hoch sprinten, während er immer mehrere Stufen gleichzeitig nahm.
Und beim Tippeln wenn er draußen an der Leine ging. Sein Admiralsschritt, wie ich es immer nannte, weil er bei jedem Schritt die Beine ganz stracks hoch nahm und immer wirkte, als würde er eine Kür laufen.
Seine Pfoten haben ihn so lange getragen, sie waren und wurden gezeichnet von seinem Leben. In zig Bildern habe ich sie festgehalten…
Aber das reichte nicht, habe ich gemerkt.

Heute halte ich Nicos Pfote wieder in meiner Hand.
Es ist nicht das gleiche, nicht mal annähernd.
Aber es erinnert mich an die Pfoten, die ich so sehr liebte, ebenso wie den Hund, den sie so viele Jahre getragen haben. 🐾

Nico ❤️🌈

Nela liegt neben mir auf Nicos Platz. Das ist okay, haben wir gesagt, ich und Nico.Neben ihr liegt Nicos letzte, ungewas...
28/04/2026

Nela liegt neben mir auf Nicos Platz. Das ist okay, haben wir gesagt, ich und Nico.
Neben ihr liegt Nicos letzte, ungewaschene Decke, sein Schlafpulli, hinter ihr sein Kuscheltier, daneben ein Kissen mit einem Bild von Nico.
Sie streckt den Kopf nach oben, legt ihre Schnauze an meine Matratze.
Ich streichel sie und flüstere ihr zu, wie stolz ich auf sie bin, wie toll sie ist und wie froh ich bin, dass sie da ist.

Da ist sie nun. Eine Hündin, die mir eigentlich noch völlig unbekannt ist, umgeben von Nico, der mir so vertraut war, wie niemand anders.
Und irgendwie scheint Nico eine Brücke zwischen uns zu sein. Denn so fremd, wie wir uns eigentlich gerade noch sind, fühlt es sich nicht an.
Ich spüre jetzt schon eine so tiefe Verbundenheit zu dieser wunderbaren Hündin.
Und ich kann mir jetzt schon niemand anderen als Nela auf Nicos Platz vorstellen.
Sie wird ihn niemals ganz übernehmen, es wird immer auch Nicos Platz bleiben, aber es wird für mich immer ein Symbol für diese Brücke sein, die Brücke zwischen Trennung und Neuanfang, Trauer und Freude, zwischen Verlust und Hoffnung, Tod und Leben, Dunkelheit und Licht.

Danke Nico, dass du dafür gesorgt hast, dass wir uns finden.
Danke, dass du uns mit Nela einen Neuanfang, Freude, Hoffnung, Leben und Licht in unser Haus zurückgebracht hast. ❤️

Du bleibst für immer auf deinem Platz neben meinem Bett und für immer in meinem Herzen. ❤️

Das Bild muss ich euch noch zeigen.Es ist kurz nach Nelas Ankunft entstanden, als sie unser Wohnzimmer erkundet hat.Oli ...
27/04/2026

Das Bild muss ich euch noch zeigen.
Es ist kurz nach Nelas Ankunft entstanden, als sie unser Wohnzimmer erkundet hat.
Oli hat ihr in dem Moment erzählt, dass sie ganz viele Abenteuer zusammen erleben werden. 🥰

Da war dieses GefühlSeit Emmy vor 2 Jahren gestorben ist, hatte ich zu keinem Zeitpunkt den konkreten Wunsch, einen weit...
26/04/2026

Da war dieses Gefühl

Seit Emmy vor 2 Jahren gestorben ist, hatte ich zu keinem Zeitpunkt den konkreten Wunsch, einen weiteren Hund zu adoptieren. Schließlich hatten wir noch 4 wunderbare Jungs: Luke, Patch, Nico und Ori.
Die Lücke, die Emmy hinterließ, war immens.
Aber wir lernten, mit dieser Lücke zu leben. Die Jungs schafften es, sie in den beiden Jahren zumindest spürbar zu schmälern.
Sie fehlte und doch fehlte es uns an nichts.
Als vor wenigen Wochen klar war, dass Nico schwer und unheilbar krank war, es sich bitterböse zeigte, dass uns nicht mehr viel Zeit bleiben würde, wusste ich sofort: wenn Nico nicht mehr bei uns ist, werden wir einem weiteren Hund ein Zuhause bei uns schenken.
Das war ein so starkes Gefühl, eines, das dir klar zu verstehen gab: das ist dein Weg!

Noch während Nico da war, als bereits absehbar war, dass wir nur noch von wenigen Tagen sprechen können, weil die letzten Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft waren und keine Besserungen brachten, schaute ich bereits nach Hunden, die ein Zuhause suchten.
Und ja, das zu schreiben fällt mir nicht leicht, aber ich wusste einfach, was auf uns zu kam. Ich wusste es… und ich bereitete mich vor.
Und dabei schaute ich nicht irgendwo… mir war klar: es „muss“ ein Hund von Parenas Pfotenhilfe sein, dem Verein, dem Refugio, bei dem ich vor über 7 Jahren eine Woche ehrenamtlich vor Ort in Spanien half und dort Nico, damals Nicola, kennenlernte. Er suchte zu dem Zeitpunkt schon seit 2 Jahren seine Familie, niemand wollte ihm eine Chance geben. Also entschieden wir, Pflegestelle für ihn zu werden und naja… „Der Rest ist Geschichte!“, wie man so schön sagt.
Dem Gefühl, dass mich immer wieder zu deren Seite führte, konnte ich nichts entgegen setzen. Auch nicht, dass ich nach Mädels schaute. Und auch, wenn ich natürlich nicht nach einem „Ersatz“ für Nico suchte, natürlich nicht, so war ich doch auf der Suche nach einem Hund, der mich irgendwie auf irgendeine Weise an ihn erinnerte: schwarz sollte sie sein, schüchtern, ungesehen… Krankheiten, Alter,… war mir, war uns, nicht wichtig. Ich wusste genau, nach was ich suchte.

Aber ich beendete erst einmal die Suche, denn ich wollte ganz für Nico da sein. Ich begleitete ihn in seinen letzten Tagen, Stunden, Minuten, Sekunden, bis zu seinem letzten Atemzug. Und darüber hinaus…
Und es war, wie ich es kommen sah:
Die Lücke, die er hinterließ, war nicht auszuhalten, auch Emmys Lücke war plötzlich wieder deutlich spürbar. Für mich. Für Oli. Für Luke, Patch und Ori. Nico fehlte. Emmy fehlte. Das „alte Rudel“ fehlte. Es fehlte „jemand“.
Ich merkte: anders, als nach Emmys Tod, schaffen wir es nicht, uns wieder zu fangen. Nicht alleine.
Also machte ich mich wenige Tage nach Nicos Tod wieder auf die Suche, dieses Mal sehr konkret. Ich ließ mich von dem Gefühl leiten, dass das nun unser Weg ist.
Ich fragte bei Parenas Pfotenhilfe für einen Hund an, den ich toll fand und es meldete sich prompt jemand vom Verein, wir schrieben etwas hin und her (der Hund war bereits reserviert) und sie erzählte mir, dass sie gerade frisch eine Hündin bei sich auf Pflegestelle hätte. Nebula wartete bei ihr in Ostfriesland auf ihre Für-Immer-Familie.
Ich hatte Nebula sogar auf der Webseite gesehen, gelesen dass sie in Ostfriesland auf einer Pflegestelle lebt und nicht weitergeschaut, weil ich dachte, Ostfriesland sei am Allerwertesten der Welt und für uns für eine Tagestour nicht erreichbar.
Ich telefonierte mit Nebulas Pflegefrauchen, es war ein tolles Gespräch, ich fand heraus, dass Ostfriesland „nur“ 4 Stunden entfernt war und mein Gefühl sagte mir: fahr sie besuchen.
Einen Samstag später tat ich das, gemeinsam mit meiner besten Freundin. 4 Stunden hin, 4 Stunden Nebula und ihre Pflegefamilie kennengelernt, 4 Stunden zurück.
Da auch die Vorkontrolle gut lief und der Adoption aus Seiten des Vereins nichts im Wege stand, sagten wir zu:
Nebula würde 2 Wochen später bei uns einziehen.
Das war gestern…

Warum ich euch nicht eher mitgenommen, euch nichts davon erzählt habe?
Weil ich unsicher war, weil ich mich verrückt gemacht habe, total verrückt gemacht habe. Ich habe meinem Gefühl misstraut. Mein Kopf hat sich ständig eingeschaltet, hat mir die schlimmsten Schreckensszenarien vor Augen gehalten, mich unentwegt durchspielen lassen, was alles schief gehen könnte und er war laut. Sooooo laut.
Er sagte Sachen wie: Das ist zu früh! Was sagen die Leute? Das ist dir gerade zu viel! Das schaffst du nicht! Was, wenn die Hunde sie nicht mögen? Was, wenn sie es doch nicht ist? Was, wenn du deinem Gefühl gerade gar nicht trauen kannst? Das ist nicht sicher, nicht sicher genug….
Mein Gefühl versuchte immer wieder dagegen anzugehen, aber es war nach Nicos Tod geschwächt, das habe ich deutlich gespürt. Ich war geschwächt. Mein Kopf hatte in den letzten 3 Wochen eine Macht, die er vorher nicht hatte. Und die nutze er.
Also wusste nur der „innere Kreis“ Bescheid, dass wir Nebula adoptieren wollen, aus Sorge, mein Kopf würde siegen, mein Gefühl zum Schweigen bringen und mich einen Rückzieher machen lassen.
Ich habe für Nebula gekämpft. Nicht mit dem Verein. Nicht mit meiner Familie. Sondern mit mir selbst.
Mein Gefühl war so klar: Sie ist es! Das ist euer Weg!
Aber es brauchte so viel Anstrengung, daran festzuhalten.

Der Tag gestern war heftig, eine Achterbahn der Gefühle. Die viele Stunden Fahrt, bei denen man so herrlich grübeln kann, waren keine wirkliche Hilfe. Meine beste Freundin, die mich wieder begleitete, hatte alle Mühe, mich auf andere Gedanken zu bringen.
Und dann kamen wir an, ich sah Nebula und die anderen und endlich wurde es stiller in meinem Kopf.
2 Stunden später waren wir im Auto auf dem Weg nach Hause.
Nela reagierte erst ängstlich, war sehr nervös, sie kannte es nicht, war plötzlich alleine, ohne die Menschen und Hunde, bei denen sie 4 Wochen lang ein Zuhause hatte. Mein Gefühl sagte mir, dass das völlig okay ist, ich verstand sie, aber mein Kopf schrie wieder herum und ich wurde muchsmäuschenstill.
Sie beruhigte sich schnell, lag den meisten Teil der Fahrt und schlief hier und da sogar ein. Wenn wir im Stau standen, reckte sie immer mal wieder ihr Köpfchen, beglotze die Autos um uns herum und legte sich wieder hin.
Mein Kopf wurde stiller. Kurz bevor wir Zuhause ankamen, bzw. an einem Treffpunkt etwas entfernt, kurz vor dem Kennenlernen der Jungs, war es nochmal schlimm… Der Moment, vor dem ich die größte Sorge hatte.
Ich hatte sie nicht mitgenommen, weil die Fahrt für jeden der drei enormen Stress bedeutet hätte. Das wollte ich nicht für sie. Auch bei Ori hatten sich vorher nicht alle kennengelernt, Nico kannte nur ich, als er aus Spanien zu uns kam.
Von Nico und Ori wusste ich aber, dass es bei Luke und Patch erstmal Gepöbel an der Leine geben wird. Die beiden Leinenpöbler eben…
Darauf bereitete ich mich vor.
Oli stand am Rathaus mit Luke, Patch und Ori. Ich begrüßte sie zuerst. Dann ging ich zum Kofferraum, sicherte Nela und ließ sie hinausspringen. Die Hunde sahen sich und… freuten sich. Ori und Patch wedelten sofort und schnupperten gut gelaunt in ihre Richtung. Luke nickte sie ab, als würde er sagen: „Da ist sie ja endlich, von der du seit Wochen redest.“ und tat eher gleichgültig, was ein großes Lob für Nela war.
Begleitet wurde das erste Kennenlernen von dem Spielmannszug der Feuerwehr, der pünktlich um die Ecke an der Kirche, für uns nicht sichtbar, einsetzte.
Nela war überfordert, Patch war es. Was für ein Timing…
Aber wir spazierten einfach los und entfernten uns von der Musik.
Kurze Zeit später gingen wir gemeinsam ins Haus.
Wieder ein Moment, den ich im Kopf immer und immer wieder durchgespielt habe mit allem, was schief gehen könnte und was war? Nichts war.
Ich ging mit Nela ins Wohnzimmer und nach und nach durften die Jungs dazu kommen und sich beschnuppern. Kurz danach lagen alle Jungs auf dem Sofa, entspannt und schliefen. Als wäre alles wie immer. Als wäre Nela einfach nur eine Weile weggewesen und nun endlich wieder da.
Und so ging es weiter. Das Füttern klappte problemlos, die erste Nacht, das erste gemeinsame Aufstehen, der erste gemeinsame richtige Spaziergang, der erste Sonntag-Alltag,…
Bei Nico sagte ich, dass war damals innerhalb von wenigen Tagen so, als wäre er schon lange Teil des Rudels.
Bei Nela hatte ich das Gefühl heute, nach einem Tag.
Sie ist noch ängstlich und verunsichert, vorsichtig, muss diese Welt und uns erst kennenlernen, wer könnte es ihr verübeln? 6 Jahre lang hat sie darauf gewartet, endlich solch ein Leben führen zu dürfen, 4 davon vermutlich unter schlimmen Bedingungen, 2 davon im Refugio.
Wir haben die Geduld und die Ruhe, sie Stück für Stück in ihr neues Leben zu begleiten. Und sie will dieses Leben, das zeigt sie schon ganz deutlich.
Sie ist ein Goldstück und ich bin froh und stolz, meinem Gefühl vertraut und darauf gehört zu haben. Dankbar, dass auch mein Mann diesem Gefühl vertraut hat. Dankbar, dass meine Jungs sie so lieb empfangen haben und sie so schnell als Teil des Rudels akzeptiert haben.

Warum ich meinem Gefühl so sehr und unbedingt vertrauen wollte, dem schreienden Kopf zum Trotz?
Wegen Nico…
Ich glaube, dass er mich auf die Webseite von Parenas geführt hat, dass er mich sicher wissen ließ, dass es ein Mädel sein würde, dass es eine sein würde, die uns an ihn erinnert. Die aus „seiner Ecke“ kam, die wie er, so lange ungesehen war, der niemand eine Chance geben wollte, die schwarz war, die mit ihren Narben zeigte, dass kein leichtes Leben hinter ihr lag, der man das anmerkte…
Meine Vorstellungen waren so konkret, als wären sie mir von jemandem vorgegeben worden.

Gestern Abend hat sich Nela neben dem Bett und neben mir auf Nicos Schlafplatz gelegt. Ich hatte ihn freigemacht und mir gesagt, dass das okay wäre.�Dass es doch schön wäre, wenn Nicos sicherer Ort auch ihrer sein würde.
Heute hat sie sich das erste Mal aufs Sofa getraut und sich wenig später auf Nicos Platz gelegt. Den Platz, den er von seinem ersten und bis zu seinem letzten Tag an als seinen Platz auserkoren hatte.
Als ich mich neben sie setzte und sie streichelte und aufhörte, stupste sie leicht an meine Hand und ich sah Nico vor mir, wie er immer die Zähne fletschte und das schönste Grinsen aufsetze, wenn er wollte, dass ich ihn weiter streichle.

Die Lücke, die Nico und Emmy hinterlassen haben, ist durch Nela nicht gefüllt worden, das wird sie nie und dennoch fühlen wir uns wieder „vollständig“.
Nela ist da. Und irgendwie ist es auch Nico. Irgendwie ist es auch Emmy.
Und das lässt und alle durchatmen.
Mein Kopf schaltet sich hier und da nochmal kurz ein, aber er hat seine Stärke verloren, mein Gefühl hat wieder die Oberhand.
Nicht nur das… die letzten Wochen haben mir gezeigt und bewiesen, WIE SEHR ich meinem Gefühl trauen kann.
Weil dieses Gefühl nicht immer nur von mir kommt.
Wir sind und bleiben verbunden. Daran glaube ich ganz fest.
Und ebenso glaube ich, dass ein Gefühl nicht nur von uns selbst kommt.
Nela sollte den Weg zu uns finden.
Und Nico hat dafür gesorgt.
Da war dieses Gefühl.
Da war Nico…

Ich freue mich auf das, was nun kommt, auf dieses neue Leben mit Nela. Darauf, mit ihr ihre neue Welt zu erkunden. Zu sehen, wie dieses neue Rudel zusammenwächst. Was sie für jeden der Jungs sein wird.
Was sie für mich sein wird.

Ich vermisse Nico schrecklich, aber er ist hier, hier mitten unter uns.
Und er wird uns auf diesem neuen Weg begleiten. Wie auch Emmy das seit 2 Jahren macht.
Was haben ich doch für ein Glück, solche wunderbaren Hunde in meinem Leben zu haben.
Emmy, Nico, Luke, Patch, Ori und nun auch Nela ❤️

Nela auf Nicos Platz im Wohnzimmer ❤️

Wir sind gestern Abend gut Zuhause angekommen und die Zusammenführung lief unglaublich entspannt.❤️Ich erzähle euch heut...
26/04/2026

Wir sind gestern Abend gut Zuhause angekommen und die Zusammenführung lief unglaublich entspannt.❤️

Ich erzähle euch heute Abend mehr darüber, warum überhaupt so schnell ein weiterer Hund zu uns fand und warum Nela und überhaupt…

Aber die wichtigste Nachricht zuerst:
Es freut mich außerordentlich, euch mitteilen zu können, dass Nela ebenfalls ein Glotzkowski ist. 🥳

Sie hat diesen Platz, dank der Jungs, eben entdeckt und will nun kaum noch weg vom Fenster. 😄

Mehr dann später… 😉

Ori, Nela und Patch (und Nico auf einem Kissen auf seinem Platz links❤️) ❤️

Auf geht’s nach Ostfriesland….Auf geht’s zu Nebula (zukünftig Nela). ❤️
25/04/2026

Auf geht’s nach Ostfriesland….
Auf geht’s zu Nebula (zukünftig Nela). ❤️

Wir müssen euch etwas sagen, Nebula und ich…
22/04/2026

Wir müssen euch etwas sagen, Nebula und ich…

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