06/09/2026
Echt, authentisch, ungestellt … 🤍
Gerade Momente, die nicht bemerkt werden oder die nach dem Highlight Shot passieren, sind laut meinen Brautpaaren oft die wertvollsten und liebsten Bilder.
Warum posten Fotografen solche „unperfekten“, nicht unbedingt Instagram-tauglichen Fotos tendenziell weniger?
Ich frage mich das in letzter Zeit immer häufiger.
Und genau da ertappe ich mich selbst immer wieder:
Bei der Auswahl der Bilder denke ich zuerst an die, die sofort ins Auge springen. Die, die perfekt aussehen, die man gerne zeigt, die auf Instagram funktionieren.
Dabei sind es oft die anderen Bilder, die eine Geschichte wirklich vollständig machen.
Die kleinen, unbeobachteten Momente. Das kurze Lachen zwischendurch, eine Berührung, ein Blick, oder eben ein Bild, das technisch nicht perfekt ist, aber einen Moment festhält, den man nie wieder zurückholen kann.
Ich liebe, liebe, liebe Details, wunderschöne Paarportraits im perfekten Licht und ein perfekt gedecktes Table Setting.
Und dennoch erinnere ich mich selbst immer wieder daran, dass wir unter anderem auch dokumentarische Storyteller sind, die die Echtheit und das Gelebte festhalten sollen und müssen.
Das erste Bild ist mein absolutes Lieblingsbild dieser Hochzeit von Kati & Marcel. 🤍
Nicht perfekt. Sogar leicht verwackelt. Entstanden kurz nach dem Auszug, mehr oder weniger im Vorbeigehen.
Und dennoch zeigt es diese großartige Emotion. Der Regen ist Nebensache.
Ein echter Moment. Ungestellt. Unwiederholbar. Einfach herrlich. 🤍
Wie seht ihr das?
Zeigen wir Fotografen zu oft diese „glatten“, inszenierten Bilder, und zu selten die kleinen, echten Momente dazwischen?