04/08/2026
Es ist erstaunlich, welches Bild andere von einem haben, nur weil man nach außen strukturiert und organisiert wirkt.
Die Wahrheit? In meinem Kopf war noch nie Ordnung.
Und genau deshalb brauche ich sie im Außen. Listen, Strukturen, Ordnung und Systeme sind für mich keine Charaktereigenschaft – sie sind Bewältigungsstrategien. Sie helfen mir dabei, das Chaos in meinem Kopf auszugleichen.
• Overthinking
• Oversharing
• Große Gefühle – in jede Richtung
• Prokrastination, wenn der Dopaminkick fehlt
• Tausend Gedanken gleichzeitig
• Hyperfokus, wenn mich etwas wirklich begeistert
• Schlaflose Nächte
• Eine innere Stimme, die nie Pause macht
• Ständiges Abdriften in Tagträumereien
• Ich habe ein Diplom in der Tasche. Kickt das Imposter-Syndrom trotzdem regelmäßig? J*p. 🫠
Heute habe ich offiziell meine ADHS-Diagnose bekommen.
Eigentlich bin ich wegen einer Depression in Therapie gegangen. Dass dahinter ADHS stecken könnte, hätte ich niemals vermutet. Im Laufe der Diagnostik wurde mir erklärt, dass ADHS häufig mit Depressionen einhergeht oder diese begünstigen kann. Für mich war das ein weiterer Moment, in dem plötzlich so vieles Sinn ergeben hat.
Für mich ist ADHS keine Superkraft. Es ist anstrengend. Es kostet mich im Alltag unglaublich viel Energie.
Und wenn ich diese Diagnose früher bekommen hätte, wäre vermutlich einiges anders verlaufen. Heute habe ich endlich eine Erklärung für so vieles. Das gibt mir die Möglichkeit, mich selbst besser zu verstehen und gezielter an den Dingen zu arbeiten, die mich schon mein ganzes Leben begleiten.
Dass ich überhaupt auf die Idee gekommen bin, mich testen zu lassen, habe ich tatsächlich meinem Beruf zu verdanken. Auf einer Hochzeit erzählte mir eine diagnostizierte Frau mit ADHS, ich solle mir einmal meine Grundschulzeugnisse ansehen – dort fänden sich oft schon die ersten Hinweise.
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