Annabelle Ritter Photography

Annabelle Ritter Photography Derzeit inaktiv. Ich nehme keine Aufträge mehr an �

4 Jahre war ich neben meinem Hauptberuf (Ergotherapeutin) selbständige Fotografin. Immer wieder gelange ich in einen Zwi...
24/03/2019

4 Jahre war ich neben meinem Hauptberuf (Ergotherapeutin) selbständige Fotografin. Immer wieder gelange ich in einen Zwiespalt zwischen beiden Professionen. Täglich dieser harte Kontrast zwischen Narben, Deformitäten, alter, runzliger Haut, Dehnungsstreifen, Übergewicht, Krankheit und der gespielten Perfektion der Fotografie. Immer wieder baten mich Kunden ihre Bilder zu retuschieren, danach nochmal, es sähe noch nicht bearbeitet genug aus. Dies soll weg, jenes soll kleiner, dieses soll größer und grundsätlich soll eh alles anders sein. Es war ermüdend. Frustrierend. Es machte einfach keinen Spaß mehr. Nach mehreren Bearbeitungen, weil die Kunden immer noch nicht zufrieden mit der Person auf dem Foto waren, konnte man diese Person auch gar nicht mehr wirklich erkennen.
Im Zeitalter moderner Medien ist es einfach "perfekt" zu sein. Ob dies nun die Inszenierung eines perfekten Lifestyle sei, oder die komplette Deformierung der eigenen Person durch Snapchat und andere Filter. Aber all das ist nicht real. Jeder jagd dem Bild der vermeintlichen Perfektion hinterher, nicht begreifend, dass es darum doch gar nicht geht. Ihr seht doch mit den Hundeohren alle gleich aus, und noch kein bisschen wie ihr selbst! Niemand sieht euch so!
Ich merkte, dass ich den Ansprüchen der Kunden nicht mehr genügen konnte. Ich merkte, dass ich diese Form der Fotografie nicht mehr erbrigen wollte. Ich wollte keine perfekten Monster zeigen, sondern reale Personen. Mit Ecken und Kanten. Mit gorßen Nasen, langem Kinn, mit der Narbe, die sie seit dem Unfall haben, mit den abstehenden Ohren, die man sieht, wenn der Wind das Haar zur Seite weht, mit dem kleinen Bauchansatz und dem schlanken Busen. Mit den abgekauten Fingernäglen, einfach mit allem, was was zu der Person gehört. Zumindest einmal. Einmal nicht das Verstecken, was die Person einzigartig macht. Einmal nicht gesellschaftskonform perfektioniert. Einmal nicht irreal.
Ich habe lange gebraucht das Konzept im Kopf auszuarbeiten und entsprechend zu planen. Ich wollte ja schließlich auch nicht einfach nur vermeintliche Makel raushauen, sondern ein Gesamtbild zeigen, die Normalität solcher Imperfektionen betonen, ohne den Betrachter zu schocken.
Ich konnte viele Menschen für die Idee begeistern und bekam unglaublich viele Zuschriften für die Teilnahme am Projekt. Insgesamt 10 Modelle haben meinen Fragebogen ausgefüllt und mir zurück geschickt und die Shootings konnten geplant werden. Leider kam es zu einer Absage, sodass ich, um das Konzept zu wahren, selbst eingesprungen bin.
In 2 Tagen lernte ich 9 komplett unterschiedliche und einzigartige Menschen kennen. Ich hatte extra mehr Zeit eingeplant, um mich noch mit jedem ausgiebig zu unterhalten und mir wurde währenddessen immer mehr bewusst, wie wichtig dieses Projekt eigentlich war. Nicht nur gesellschaftlich, sondern für jeden einzelnen Teilnehmer.
Insgesamt 500 Arbeitsstunden stecken in (im) perfect. 19 Bilder sind ausgestellt worden. Sie zeigen mal große, mal kleine, mal offensichtliche, mal versteckte und einfach ehrliche Makel. Sie zeigen die Geschichte jedes einzelnen Teilnehmers. Sie zeigen die Realität. Es wurde kein Photoshop benutzt, nichts verflüssigt, nichts weggestempelt, nichts geschönt. Lediglich der Farblook wurde angepasst.
Nachdem das Projekt im Kasten war, die Bilder sortiert, angepasst, zusammengestellt und gedruckt waren, stand für mich fest: ich gebe meine Selbständigkeit auf. Ich werde keine Kunden mehr verformen und verändern, ich werde keine irrealen Bestrebungen nach Perfektion understützen. Zu lange hat es an mir gezehrt, mich erdrückt und schlussendlich auch beleidigt. Ein Mensch ist so viel mehr, als nur ein Foto.
Ich danke nochmal allen Teilnehmern von (im) perfect für ihren Mut, ihr Vertrauen und ihre Leidenschaft für das Projekt! Es war eine wundervolle Erfahrung und euch so zahlreich bei der Vernissage zu sehen, war einfach zauberhaft!

(im) perfectAm Freitag habe ich offiziell meine erste Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet. Zum ersten Mal meine un...
10/03/2019

(im) perfect

Am Freitag habe ich offiziell meine erste Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet. Zum ersten Mal meine unretuschierten Fotos gezeigt und das auch noch vor Menschen aus Fleisch und Blut, ganz ohne Likes und Kommentare. Ungefilterte Reaktionen auf ungefilterte Bilder. Es war ein Erlebnis!

Die Ausstellung (im) perfect hängt noch bis zum 22. März im Museum St. Wendel (im Mia-Münster-Haus) und kann dort ohne Eintritt besucht werden. Natürlich kann man auch Drucke erwerben - gegen eine Spende von 90+ € an We are one, für welche ich dieses Projekt gestaltet und ausgestellt habe.

In den nächsten Wochen gibt es immer wieder ein kleines bisschen Information zum Projekt und natürlich auch ein paar Bilder davon.

Bei der Vernissage wurden schon 4 Bilder verkauft (von 19) und insgesamt zwischen 600 - 700 € an Spenden für We Are One gesammelt. Ich würde mich freuen, wenn wir bis zum Ende der Ausstellung die 1000 € Marke knacken!

Wer also (im) perfect noch nicht live gesehen hat, sollte dies dringend nachholen!

Und weil's so schön war, noch eins von Alexandra Schotsch  I  Fotografie als Model 😬
26/05/2018

Und weil's so schön war, noch eins von Alexandra Schotsch I Fotografie als Model 😬

Es ist ruhig hier geworden. Das hat viele Gründe. Beruf, Freizeitgestaltung, Payjobs, ... aber auch solche frustrierende...
21/05/2018

Es ist ruhig hier geworden. Das hat viele Gründe. Beruf, Freizeitgestaltung, Payjobs, ... aber auch solche frustrierenden Dinge, wie kreative Löcher, eingeschränkte Reichweite und fehlende Dankbarkeit/fehlender Respekt.

Die Fotografie ist weiterhin ein großer Bestandteil meines Lebens. Ich liebe bestimmte Aspekte dessen so sehr, dass es fast schon weh tut. Aber diese Aspekte scheinen sich zu verändern.
Ich mag es zum Beispiel unglaublich Menschen über sich hinauswachsen zu sehen, sie zu fordern und zu fördern. Den Ausdruck auf ihrem gesicht, wenn sie sehen zu was sie alles in der Lage sind. Und leider gelingt es den wenigsten dieses eigene Wachstum, die eigene Stärke zu erkennen. Viele sind überkritisch. Mit sich selbst. Und dann im Umkehrschluss mit mir und meiner Arbeit. Das ist schade. Ich sehe sie wachsen und wie schön sie sind und es ist traurig zu sehen, wie sie es nicht erkennen können.

Anders war es bei Alexandra Schotsch, die ich nun zum zweiten Mal vor meiner (naja, der Fairheit halber ihrer Kamera, weil die besser ist, als meine) Kamera hatte und die so sehr über sich hinausgewachsen ist und das nicht nur erkannt hat, sondern es auch feiern kann. Und deshalb mache ich es. Weil es da draußen immer noch Menschen gibt, die sich so sehr freuen können, über das, was sie selbst geleistet haben. Danke Alex. Das war genau das, was ich gebraucht hab!

23/04/2018

Gerade stehe ich in Verhandlung um mein Projekt (im)perect ausstellen zu können und wenn das klappt, wird es ziemlich, ziemlich GROß!!!

Damit hatte ich ehrlich nicht gerechnet! Gerne könnt ihr nochmal meinen Beitrag teilen, oder Freunde verlinken!

Und an alle, denen ich den Fragebogen schon geschickt habe: ich würde mich sehr über eure Rückmeldung freuen!

:)

Model: Meikana ModelHair & Make-up: Annabelle RitterPhoto: Annabelle Ritter Photography
16/04/2018

Model: Meikana Model
Hair & Make-up: Annabelle Ritter
Photo: Annabelle Ritter Photography

Model: Meikana ModelHair & Makeup: Annabelle RitterPhoto: Annabelle Ritter Photography
15/04/2018

Model: Meikana Model
Hair & Makeup: Annabelle Ritter
Photo: Annabelle Ritter Photography

01/04/2018

(Im)Perfection - Makel gesucht!

Ich darf euch heute stolz mitteilen, dass ich Teil der We are one Initiative bin und hierzu ein eigenes Projekt auf die Beine stelle, das meine zwei größten Leidenschaften vereint. In meinem "normalen Leben", fernab von der Welt der Fotografie, arbeite ich als Ergotherapeutin im Bereich der Neurologie und Geriatrie. Ich brenne für die Medizin und das Wunderwerk Mensch und schon lange habe ich dieses Projekt im Kopf (und auch im Herzen) getragen und nur auf eine passende Gelegenheit gewartet es umzusetzen.

Worum geht es? We Are One ist eine Initiative, die von meinem lieben Freund Mathias Blum (Fotograf bei Exxpression) ins Leben gerufen wurde, um die Palliativstation des Uniklinikum Homburg zu unterstützen. Viele saarländische Künstler unterstützen dieses Projekt mit unterschiedlichsten Angeboten. Auch ich möchte einen Teil dazu beitragen, benötige dafür aber eure Unterstützung!

Ich suche hiermit offiziell Menschen mit "Makeln" - also Dingen, die man normalerweise nicht fotografiert, weg photoshopped, oder grundsätzlich versteckt. Das könnte zum Beispiel eine Narbe sein, eine Behinderung, Schwangerschaftsstreifen, eine Missbildung, eine Erkrankung, ...

Ich weiß, dass dies für viele ein Tabuthema ist, man sich verstecken möchte. Aber ich möchte genau das festhalten. Die entstehenden Bilder werden als Druck ausgestellt und verkauft, der Erlös geht zu 100% an die We Are One Initiative.

Da dies ein ziemlich empfindliches Thema ist, habe ich einen Vertrag mit einem extra Fragebogen entwickelt. Bei Interesse an dem Projekt teilzunehmen, schickt mir einfach eine Nachricht und ich sende euch den Fragebogen zu. In diesem geht es um persönliche Dinge, eure persönlichen Geschichten, sowie um die Regelung der rechtlichen Aspekte (zum Beispiel was auf dem Bild zu sehen sein darf, Namensnennung, usw.) damit ihr euch so wohl wie möglich fühlen könnt.

Das Shooting wird an dem Wochenende vom 16. und 17. Juni im Saarland stattfinden. Die genaue Terminzuteilung erfolgt 3 Wochen vor dem genannten Wochenende.

Bitte teilt und liked diesen Beitrag so viel wie möglich, damit wir möglichst viele Menschen erreichen können.

Ich freue mich auf eure Nachrichten!

Annabelle

Meine wunderschöne Freundin Rachel am Baker Beach in San Francisco ❤
29/03/2018

Meine wunderschöne Freundin Rachel am Baker Beach in San Francisco ❤

Gear: Canon EOS 7d Mark II + Sigma Art 35 mm 1.4 || Postprocess: Lightroom and Photoshop || Presets: Own Presets || Loca...
26/03/2018

Gear: Canon EOS 7d Mark II + Sigma Art 35 mm 1.4 || Postprocess: Lightroom and Photoshop || Presets: Own Presets || Location: Baker Beach || Models: Rachel Epley & Jeremy Davis

SAN FRANCISCO LOVE
24/03/2018

SAN FRANCISCO LOVE

Adresse

Missionshausstraße
Sankt Wendel
66606

Öffnungszeiten

00:05 - 00:10

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Annabelle Ritter Photography erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Annabelle Ritter Photography senden:

Teilen

Kategorie