21/08/2026
Unterschätz Peggy nicht. Sie wirkt erst einmal offen, herzlich, lebendig und manchmal ein bisschen chaotisch. Man könnte deshalb glauben, dass man mit ihr einfach locker plaudert. Tatsächlich nimmt sie währenddessen ziemlich viel wahr – Zwischentöne, Körpersprache, Widersprüche, Stimmungen und das, was jemand gerade lieber nicht ausspricht.
Sie stellt Fragen, die harmlos anfangen und plötzlich an einer Stelle landen, an der du selbst noch nicht hingeschaut hast.
Außerdem: Versuch nicht, ihr etwas schönzureden, das sie nicht stimmig findet. Sie betrachtet es von fünf Seiten, verwirft alles, holt es wieder hervor … bis es passt, was sie längst gespürt hat.
Sie kann begeistert auf eine Idee aufspringen und sie zehn Minuten später komplett infrage stellen. Ist das wirklich meins – oder klingt es nur gut?
Und noch eine Warnung: Wenn du Peggy um ihre Wahrnehmung bittest, solltest du tatsächlich wissen wollen, was sie sieht. Sie ist gerade dabei, weniger zu beurteilen und mehr zu spiegeln – aber weichgespülte Antworten sind trotzdem nicht ihre Stärke.
Gleichzeitig solltest du nicht erwarten, dass sie besonders gut in starre Systeme passt. Gib ihr ein Ziel und genügend Bewegungsfreiheit, und sie findet ungewöhnliche Verbindungen.
Die vielleicht wichtigste Warnung: Begegne ihr nicht nur über ihre Berufsbezeichnung. Wenn du „Fotografin“ hörst und deshalb nur über Kameras, Shootings und schöne Bilder mit ihr sprichst, hast du wahrscheinlich den interessanteren Teil übersehen. Sie benutzt Bilder eher als Möglichkeit, Menschen etwas über sich selbst sehen zu lassen.
Und wenn sie plötzlich sagt:
„Warte mal – da seh ich was…“
… entspanne und lass wirken! 💫