24/05/2026
Es gibt Festivals die einen beim ersten Besuch so begeistern, dass man im nächsten Jahr gleich wieder möchte. Dazu gehört für uns ganz klar das Rock Am Kuhteich im Kulturpark Deutzen.
Aus lohnarbeitstechnischen Gründen ging die Reise leider erst am Freitag los. Die RAK-Helfer Band KRAVA , Acht Eimer Hühnerherzen, Dorfterror, ESA und Der flotte Totte verpassten wir leider. Dafür sicherte uns der liebe Sascha das Debütalbum von Krava auf Vinyl. Danke dafür und natürlich auch für das liebevoll zubereitete Rührei am Folgemorgen. Weiter im Text.
Pünklich zu "Klostein" kamen wir auf das Gelände. Die sichtlich gut gelaunten "Circus Rhapsody" versorgten das Publikum mit frisch gemachter Zuckerwatte während ihres Auftrittes. Eine RAK Crew Helferin nahm sich auf Anfrage der Band spontan dieser Aufgabe an. Bei "The Snouters" fiel auf, dass 3/4 der Band mir bekannt vorkamen, weil sie in der Vergangenheit zusammen bei Los Fastidios spielten. Sie versetzen das Publikum durchgehend in Tanzlaune. Die kraftvolle Stimme von Sängerin Eva zeigte sich sehr facettenreich. Ihr Debutalbum "Snouts up" vom Februar dieses Jahres hatten sie glücklicherweise im Gepäck. Was für eine schöne Überraschung. Beim Rock am Berg Open Air 2026 werden sie dieses Jahr ebenfalls zu sehen sein.
"The Deaf Devils" brachten eine wilde Mischung auf die Bühne. Klamottenmäßig im Stil von Clockwerk Orange und musikalisch mit einer Prise von den frühen Turbonegro sprengten sie sämtliche Schubladen und spielten ihre letzten Songs mit Ausnahme vom Drummer umringt von ihrem Publikum vor der Bühne. Mit diesem Paket haben sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit
"Aktiv Dödshjelp" (Aktive Sterbehilfe) wurde es keine Minute langweilig. "Suck" waren ein Duo, was ich aber erst glaubte, als ich näher heranging. Lärm und Stimmung machten sie für mehr.
Auf DDP freute ich mich, weil viele Songs von ihnen meine frühe Punkrockzeit begleiteten. Vermutlich ist es normal, dass die ersten Eindrücke in jungen Jahren unerreichbar bleiben. Entsprechende Stimmung wollte jedenfalls nicht so recht aufkommen.
100 Kilo Herz konnten sich wie erwartet auf ihr textsicheres Publikum verlassen und spielten heute als letzte Band, was man der Menge vor der Bühne aber nicht ansah. Schön, dass wir uns mal wieder gesehen haben.