Kevin Weiss - Naturfotografie

Kevin Weiss - Naturfotografie 📾 Nature photography
đŸ•ïž AllgĂ€u (Germany)

In den hellen SommernÀchten Finnisch-Lapplands scheint die Taiga nie ganz zur Ruhe zu kommen. Streift dann ein BraunbÀr ...
23/08/2026

In den hellen SommernĂ€chten Finnisch-Lapplands scheint die Taiga nie ganz zur Ruhe zu kommen. Streift dann ein BraunbĂ€r (Ursus arctos) durch das dichte Unterholz, verschmilzt seine massige Statur trotz seiner GrĂ¶ĂŸe perfekt mit den Schatten der BĂ€ume.

​👃 Ein exzellenter Sinn
WĂ€hrend BĂ€ren nicht besonders scharf sehen, ist ihr Geruchssinn herausragend – er ist sogar noch deutlich feiner als der von SpĂŒrhunden. Nahrungsquellen oder Artgenossen können sie oft schon ĂŒber viele Kilometer hinweg zuverlĂ€ssig wittern.

​đŸŒČWeite Reviere
In den endlosen NadelwĂ€ldern – etwa nördlich von Rovaniemi oder KemijĂ€rvi – beanspruchen die EinzelgĂ€nger riesige Streifgebiete fĂŒr sich. Diese markieren sie gezielt, indem sie sich an markanten StĂ€mmen reiben oder deutliche Kratzspuren in der Baumrinde hinterlassen.

â€‹đŸŸ Erstaunlich flink
Der ĂŒbliche, etwas gemĂ€chlich wirkende Passgang tĂ€uscht schnell ĂŒber ihre tatsĂ€chliche AgilitĂ€t hinweg. Wenn es darauf ankommt, können BraunbĂ€ren auf kurzen Distanzen Geschwindigkeiten von rund 50 km/h erreichen und sind zudem hervorragende Schwimmer.

Hoch ĂŒber den einsamen Seen und endlosen NadelwĂ€ldern Finnisch-Lapplands zieht der Seeadler (Haliaeetus albicilla) fast ...
15/08/2026

Hoch ĂŒber den einsamen Seen und endlosen NadelwĂ€ldern Finnisch-Lapplands zieht der Seeadler (Haliaeetus albicilla) fast lautlos seine Bahnen. In der unberĂŒhrten Weite nördlich des Polarkreises findet der Greifvogel ein perfektes Jagdrevier und lĂ€sst sich mit etwas Geduld wunderbar in seinem natĂŒrlichen Element beobachten.

​🩅 Massive Silhouette
Mit einer Spannweite von bis zu 2,40 Metern gehört er zu den grĂ¶ĂŸten Greifvögeln Europas. Im Flug ist er an seinen breiten, fast brettartigen FlĂŒgeln zu erkennen, die ihn deutlich schwerer und kompakter wirken lassen als andere Adlerarten.

​đŸŒČ Beeindruckende Horste
Die Vögel sind extrem standorttreu und errichten ihre Nester, die sogenannten Horste, meist auf alten, krĂ€ftigen NadelbĂ€umen. Da ein Brutpaar denselben Horst oft ĂŒber viele Jahre hinweg nutzt und stetig mit neuen Ästen ausbaut, können diese Konstruktionen gigantische Ausmaße annehmen und ĂŒber zwei Meter breit werden.

â€‹đŸ€ Markantes Gefieder
Ausgewachsene Tiere ab einem Alter von etwa fĂŒnf Jahren sind gut an ihren rein weißen Steuerfedern (Stoß) zu erkennen, die sich scharf vom restlichen dunklen Gefieder abheben. Ein weiteres klares Erkennungsmerkmal Ă€lterer Adler ist der krĂ€ftige, hellgelbe Schnabel.

Weit im Norden Finnlands, jenseits des Polarkreises, gehören Rentiere (Rangifer tarandus) fest zum Landschaftsbild. In d...
05/08/2026

Weit im Norden Finnlands, jenseits des Polarkreises, gehören Rentiere (Rangifer tarandus) fest zum Landschaftsbild. In den weiten WÀldern und auf den offenen FjÀlls von Lappland lassen sich diese an das arktische Klima angepassten Tiere gut beobachten, wenn sie auf der Suche nach Nahrung durch die Vegetation ziehen.

​🩌 Geweih bei beiden Geschlechtern
Eine anatomische Besonderheit unter den Hirscharten: Beim Rentier tragen sowohl die MĂ€nnchen als auch die Weibchen ein Geweih. Die Weibchen behalten ihres oft den gesamten Winter ĂŒber, was ihnen hilft, FutterplĂ€tze im tiefen Schnee gegen Artgenossen zu verteidigen.

​đŸŒČ Frei wandernd, aber nicht wild
Die Rentiere in Finnisch-Lappland leben halbwild. Sie streifen den grĂ¶ĂŸten Teil des Jahres völlig frei durch riesige Gebiete, gehören aber alle lokalen RentierzĂŒchtern und sind durch spezifische Markierungen an den Ohren gekennzeichnet.

​❄ AnpassungsfĂ€hige Hufe
Ihre breiten Hufe funktionieren im tiefen Schnee wie Schneeschuhe und verhindern ein zu tiefes Einsinken. Je nach Jahreszeit passt sich zudem die Beschaffenheit der Hufe an: Im Sommer werden die Ballen weicher, um auf dem feuchten Untergrund der Tundra besseren Halt zu finden.

Dicht ĂŒber den Wellen ziehen sie ihre Bahnen. Auf Nordstrandischmoor lassen sich NonnengĂ€nse (Branta leucopsis) im Vorbe...
16/07/2026

Dicht ĂŒber den Wellen ziehen sie ihre Bahnen. Auf Nordstrandischmoor lassen sich NonnengĂ€nse (Branta leucopsis) im Vorbeiflug gut beobachten, wenn sie in ihren typischen V-Formationen oder in langen Linien ĂŒber das Wasser des Wattenmeers navigieren.

đŸ‘©đŸŒâ€đŸŽ“ ​Markante Zeichnung
Der Name der Nonnengans (oder Weißwangengans) leitet sich direkt von ihrem Gefieder ab. Das weiße Gesicht setzt sich deutlich vom schwarzen Hals und der dunklen Brust ab. Dieser Kontrast hilft dabei, die Art auch im Flug zuverlĂ€ssig von anderen GĂ€nsen zu unterscheiden.

đŸœïž Rast an der KĂŒste
FĂŒr die Tiere ist das Wattenmeer ein zentraler Rast- und Überwinterungsplatz. Sie ziehen aus ihren arktischen Brutgebieten wie Spitzbergen, Grönland oder Nordrussland an die NordseekĂŒste, um auf den Salzwiesen der Halligen Nahrung zu finden und Energiereserven aufzufĂŒllen.

â€‹đŸ—Łïž Stetige Kommunikation
Ein fliegender Schwarm bleibt akustisch permanent in Kontakt. Die kurzen, relativ hellen Rufe, die klanglich an das Bellen kleiner Hunde erinnern, dienen der Abstimmung. So halten die Vögel im Flugverband ihre Position und koordinieren die Richtung.

Die Bilder entstanden im MĂ€rz. Danke fĂŒr den tollen Aufenthalt Ruth Kruse !

Wenn Hufeisen-Azurjungfern (Coenagrion puella) zur Paarung ansetzen, zeigen sie direkt ĂŒber der WasseroberflĂ€che eine be...
09/07/2026

Wenn Hufeisen-Azurjungfern (Coenagrion puella) zur Paarung ansetzen, zeigen sie direkt ĂŒber der WasseroberflĂ€che eine beeindruckende Akrobatik, die einen sofort in ihren Bann zieht.

​❀ Das Paarungsrad
Zur Fortpflanzung verhaken sich MĂ€nnchen und Weibchen in einer komplexen Position. Das Weibchen krĂŒmmt seinen Hinterleib nach vorn zum SamenbehĂ€lter des MĂ€nnchens, wodurch die markante, fast herzförmige Silhouette des sogenannten Paarungsrades entsteht.

​🔗 Eiablage im Tandem
Auch nach der eigentlichen Paarung bleiben die beiden oft untrennbar verbunden. Im Tandemflug sucht das Paar gemeinsam nach geeigneten Wasserpflanzen. Das MÀnnchen hÀlt das Weibchen fest und sichert es gegen Konkurrenten ab, wÀhrend sie die Eier direkt in schwimmendes Pflanzengewebe sticht.

​💧 Verborgene Entwicklung
Aus den Eiern schlĂŒpfen Larven, die bis zu einem Jahr versteckt unter Wasser leben. In solchen natĂŒrlichen, dicht bewachsenen GewĂ€ssern findet der Nachwuchs genĂŒgend Deckung, um ungestört heranzuwachsen und spĂ€ter selbst als erwachsene Libelle an die OberflĂ€che zurĂŒckzukehren.

Wenn es abends ruhiger wird, trauen sich Feldhasen (Lepus europaeus) auf die offenen FlÀchen. Diese Begegnung am Waldran...
03/07/2026

Wenn es abends ruhiger wird, trauen sich Feldhasen (Lepus europaeus) auf die offenen FlĂ€chen. Diese Begegnung am Waldrand war ein echter GlĂŒcksfall: Das Tier hatte mich im DĂ€mmerlicht zunĂ€chst komplett ĂŒbersehen, wodurch ich es einen Moment lang ungestört beobachten konnte.

â€‹đŸš« Keine Höhlenbewohner
Ein hÀufiger Irrtum: Im Gegensatz zu Kaninchen graben Feldhasen keine unterirdischen Baue. Sie verbringen ihr gesamtes Leben oberirdisch auf Wiesen, Feldern und in lichten WÀldern.

​👂 Aufmerksame Sinne
Die langen Ohren, in der JÀgersprache Löffel genannt, lassen sich unabhÀngig voneinander bewegen. Sie wirken wie ein 360-Grad-Radar, um sich nÀhernde Gefahren sofort zu orten.

​⚡ Sprint-Spezialist
Fliegt die Tarnung auf, verlÀsst er sich auf seine enorme Geschwindigkeit. Mit bis zu 70 km/h und den typischen, blitzschnellen HakenschlÀgen entkommt er den meisten Verfolgern.

Die AllgÀuer Hochalpen zeichnen sich durch ihre steilen Grasberge und schroffen Felsformationen aus. Dieses Naturschutzg...
30/06/2026

Die AllgĂ€uer Hochalpen zeichnen sich durch ihre steilen Grasberge und schroffen Felsformationen aus. Dieses Naturschutzgebiet ist ein anspruchsvoller Lebensraum, an den sich die lokale Flora und Fauna ĂŒber Jahrhunderte perfekt angepasst hat.

​🩅 Spezialisierte Tierwelt
Ob Steinböcke in den steilen WĂ€nden oder majestĂ€tische Steinadler, die hoch oben am Himmel ihre Kreise ziehen – die Tierwelt hat effektive Strategien entwickelt, um mit den rauen Bedingungen und extremen Wetterwechseln im Gebirge umzugehen.

​🌿 WiderstandsfĂ€hige Flora
Die Pflanzenwelt ist nicht weniger faszinierend. Dicht am Boden wachsende Alpenblumen trotzen dem starken Wind und nutzen das kurze Sommerfenster intensiv fĂŒr ihre BlĂŒte.

â€‹đŸ€ Respektvolles Miteinander
Dieses alpine Ökosystem reagiert sehr sensibel auf Störungen. Wenn wir uns ruhig verhalten und auf den Wegen bleiben, lassen sich hier beeindruckende Verhaltensweisen der Wildtiere beobachten, ohne die Natur zu belasten.

Plötzlich spĂŒrt man, dass man nicht allein ist. Der Blick wandert nach oben und da steht er. Völlig reglos beobachtet mi...
28/06/2026

Plötzlich spĂŒrt man, dass man nicht allein ist. Der Blick wandert nach oben und da steht er. Völlig reglos beobachtet mich ein majestĂ€tischer Alpensteinbock (Capra ibex). Sich mit dem König der Berge fĂŒr einen Moment in die Augen zu blicken, lĂ€sst die Zeit stillstehen. ✹

​⛰ Meister der Höhe
Ihre spezialisierten Hufe mit harten Außenkanten und weichen, gummiartigen Ballen in der Mitte sorgen fĂŒr perfekten Halt. Diese Anatomie ermöglicht es ihnen, sich an steilen, fast senkrechten FelswĂ€nden mit absoluter Sicherheit zu bewegen.

​👑 Imposante Hörner
Die massiven, nach hinten geschwungenen Hörner der ausgewachsenen Böcke können eine LĂ€nge von bis zu einem Meter erreichen und ĂŒber 15 Kilogramm wiegen. Sie sind entscheidend fĂŒr die Dominanz und die RangkĂ€mpfe wĂ€hrend der intensiven Brunftzeit im Winter.

​❄ Überleben in der KĂ€lte
Um die eisigen alpinen Winter zu ĂŒberstehen, entwickeln sie ein dichtes, isolierendes Unterfell. Im Sommer wechseln sie dieses gegen ein kĂŒrzeres, helleres Haarkleid, um einer Überhitzung in der starken Bergsonne vorzubeugen.

Zwei junge Alpensteinböcke (Capra ibex) beim spielerischen KrÀftemessen in den AllgÀuer Alpen zu beobachten, ist ein fas...
26/06/2026

Zwei junge Alpensteinböcke (Capra ibex) beim spielerischen KrĂ€ftemessen in den AllgĂ€uer Alpen zu beobachten, ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Was wie ein unbeschwerter Zeitvertreib wirkt, ist ein instinktives und ĂŒberlebenswichtiges Training fĂŒr das Hochgebirge.

​⚔ Instinktives Training
Diese ScheinkĂ€mpfe sind essenziell fĂŒr die körperliche Entwicklung. Die Jungtiere trainieren gezielt ihre Muskulatur und PrĂ€zision fĂŒr die spĂ€teren, ernsthaften RangkĂ€mpfe in der Brunftzeit.

â€‹đŸ§—â€â™‚ïž Sichere Tritte am Abgrund
Selbst im ausgelassenen Spiel beweisen sie enorme Trittsicherheit. Ihre Spezialhufe mit harten RÀndern und elastischen Ballen garantieren festen Halt und dÀmpfen jeden Sprung auf dem Fels zuverlÀssig ab.

​👑 Ein Leben lang wachsend
Die Hörner der jungen Böcke wachsen kontinuierlich weiter. Im Winter verlangsamt sich dieses Wachstum, wodurch markante Jahresringe entstehen, an denen sich spÀter ihr exaktes Alter ablesen lÀsst.

đŸžïž AllgĂ€uer Hochalpen: Magie der Berge
25/06/2026

đŸžïž AllgĂ€uer Hochalpen: Magie der Berge

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